Bevor es brennt: Über Zufriedenheit im Job und Burnout-Prävention

Über die Hälfte der Erwerbstätigen in der Schweiz ist mit ihrem Job unzufrieden, ein Viertel fühlt sich burnout-gefährdet. Zwei Zahlen, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben, aber enger zusammenhängen, als man denkt. Ich weiss das aus eigener Erfahrung.
Autor: Ronnie Hürlimann, Experte für Selbstvermarktung im Berufsleben
Zwei Zahlen, die zusammengehören
Laut dem Gallup Global Workplace Report sind derzeit 55 Prozent der Arbeitnehmenden in der Schweiz mit ihrem Job unzufrieden. Nur 8 Prozent verspüren überhaupt eine emotionale Bindung zu ihrer Arbeit, 30 Prozent fühlen sich regelmässig gestresst. Damit liegt die Schweiz im europäischen Vergleich weiter hinten, als man bei einem Land mit hohen Löhnen und guten Arbeitsbedingungen vermuten würde. Gleichzeitig zeigt eine Umfrage von SRG, dass sich 25 Prozent der Erwerbstätigen burnout-gefährdet fühlen, 17 Prozent haben bereits eines erlebt. Zwei Studien, zwei unterschiedliche Fragestellungen, und doch ergibt sich daraus ein Bild, das mich nicht überrascht. Wer über längere Zeit unzufrieden im Job ist, trägt ein Risiko mit sich, das sich nicht von selbst auflöst, sondern sich mit der Zeit eher verstärkt.

Was ich selber durchgemacht habe
Ich spreche hier nicht als Aussenstehender. Vor einigen Jahren musste ich mich selber wegen eines Burnouts behandeln lassen. Ich weiss, wie sich das anfühlt, wenn der Körper irgendwann schneller reagiert als der Kopf es zulassen will, und wie lange man vorher schon spürt, dass etwas nicht stimmt, ohne konsequent zu handeln. Man redet sich ein, es gehe noch, man funktioniert weiter, man liefert, und genau darin liegt die Falle. Rückblickend erkenne ich heute jene Momente, in denen ich hätte reagieren müssen, viel klarer, als ich es damals konnte. Genau darum kann ich nachvollziehen, wie die beiden eingangs genannten Zahlen zusammenpassen. Unzufriedenheit ist selten der Endpunkt. Oft ist sie der Anfang einer Entwicklung, die man erst spät erkennt, weil man mitten drinsteckt.
Wenn Unzufriedenheit zur Belastung wird
Unzufriedenheit im Berufsleben entsteht selten aus einem einzigen Grund. Meistens ist es eine Mischung aus Stress, Überlastung und Druck im Geschäft, die sich über Wochen und Monate aufbaut, oft schleichend genug, dass man sie lange kaum bemerkt. Man funktioniert weiter, erledigt die Aufgaben, hält die Fassade aufrecht, und genau das macht es gefährlich. Wer diese Unzufriedenheit lange genug aushält, riskiert früher oder später ein Burnout. Die Grenze zwischen Durchhalten und Ausbrennen ist fliessender, als viele denken, und sie verschiebt sich nicht durch Willenskraft, sondern durch bewusste Veränderung im Alltag. Genau hier setzt aus meiner Sicht die eigentliche Arbeit an, nicht erst dann, wenn der Körper die Notbremse zieht.
Die Idee hinter «Balance statt Burnout»
Aus genau diesem Gedanken heraus habe ich letztes Jahr das Retreat Balance statt Burnout ins Leben gerufen. Es richtet sich an Menschen, die spüren, dass es zu viel wird, die aber noch funktionieren und genau deshalb Gefahr laufen, zu lange zu warten, bis sich etwas ändert. Es geht mir nicht darum, erst dann zu handeln, wenn nichts mehr geht, sondern rechtzeitig innezuhalten, bevor daraus ein Burnout wird. Diese Haltung ist mir wichtig, weil ich selber erlebt habe, wie viel leichter der Weg zurück zur Balance ist, wenn man ihn früh genug einschlägt, statt erst am Tiefpunkt damit zu beginnen. Ein Retreat kann diese Arbeit nicht ersetzen, aber es kann der Moment sein, in dem man wieder anfängt, auf sich selbst zu hören.

Was das Retreat bietet
Vom 29. Oktober bis 1. November 2026 findet Balance statt Burnout im Parkhotel Margna in Sils im Engadin statt, bewusst klein gehalten für maximal zehn Personen. Auf dem Programm stehen individuelle 1:1-Coaching-Sitzungen, Achtsamkeitsübungen drinnen und draussen in der Engadiner Natur, ein Persönlichkeitstest sowie eine Ganzkörpermassage mit Spa-Zugang, dazu Vorträge mit praktischen Tools für den Alltag. Geleitet wird das Retreat von mir gemeinsam mit Anita König, Klangtherapeutin und Meditationslehrerin. Der Preis beginnt bei 1350 Franken und beinhaltet drei Übernachtungen, Verpflegung, Coaching, Massage und Spa. Bewusst verzichten wir auf ein Animationsprogramm, denn es geht nicht um Ablenkung, sondern um echte Erholung und Klarheit. Wer merkt, dass es Zeit für eine Pause ist, muss diese nicht erst suchen, sie ist bereits geplant.
Anmeldung und Bildhinweis
Anmelden kann man sich ab sofort online oder telefonisch direkt beim Parkhotel Margna.
Bilder KI-generiert mit Nano Banana


Sandra
Als Content Creatorin gestalte ich Blogs und Publireportagen, die nicht nur gut aussehen, sondern auch ankommen. Was mich dabei am meisten begeistert? Der persönliche Austausch mit unseren Kundinnen und Kunden – denn hinter jedem Projekt steckt eine Geschichte, die es verdient, erzählt zu werden. Jedes bringt neue Einblicke, und genau diese Vielfalt an Themen an unsere Leserschaft zu bringen, macht meine Arbeit so lebendig.
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