Eine aussergewöhnliche Idee präsentierte Cornelia Maggi, Vizepräsidentin des Stiftungsrates für Kinder in der Schweiz anlässlich ihres Besuches bei Andy Wolf in dessen Morgenshow auf Radio Lozärn. Mit der Idee eines Weltrekordes «Wir sticken Schweiz» hat es folgendes auf sich: «In diesem Jahr wird die Schweiz bekanntlich 735 Jahre alt. Und zu Ehren der Schweiz hatten wir die Idee, einen Weltrekord im Sticken zu machen. Das heisst, wir suchen 735 Leute, die sticken. Für den Weltrekord braucht es 735 Motive, die ein Ganzes ergeben. Das wird nachher zu einem riesigen Wandbild. Ein Teil misst 4 Quadratzentimeter, aber wir haben alle auch grösser. Das heisst, dass jeder Kanton sein eigenes Bild bekommt. Wir haben 26 Kantone und jeder bekommt sein Bild. Und in diesem Bild ist in einem Viertel das Kantonswappen zu erkennen, und rundherum sind Sehenswürdigkeiten und Spezialitäten abgebildet, die wir nachher sticken und auf das Bild auftragen».
Vom Matterhorn bis zum Basler Münster
Sie hätten die möglichen Motive für die Bilder während Monaten akribisch herausgesucht, sagt Cornelia Maggi. Zum Beispiel für Luzern sei das Sujet mit der Kapellbrücke oder dem Löwendenkmal schon länger festgestanden. Die ausgesuchten Bilder, zum Teil aus eigenem Fotomaterial, wurden anschliessend im Photoshop bearbeitet und ausgeschnitten. Nachher seien die Bilder an eine Firma übergeben worden, welche in der Lage war, die Bilder in ein Stickprogramm umzuwandeln. Dann bekommt man das zurück und sieht, dass man zum Beispiel für das Matterhorn zehn Fäden benötigt, mit verschiedenen Farben, wie man das nacheinander sticken muss. Dabei sticken Profis die schweren Motive, für Nichtprofis gibt’s die leichteren Teile. Die einzelnen Stücke werden dann zu einem Wandbild zusammengefügt. Jeder Kanton, der ans Ausland grenzt, wird am Rand platziert. Die anderen Kantone ergänzen das Bild, welches als Ganzes für die Stiftung für Kinder in der Schweiz versteigert wird.
Kinder von sozialer Not befreien
In der reichen Schweiz sind rund 300’000 Kinder von Armut und sozialer Not betroffen. Eine beängstigende Zahl, die gemäss Prognosen in den nächsten Jahren sogar noch steigt. In vielen Fällen wissen die Familien oft nicht, wie sie der schlechten Lebenssituation entfliehen können. Die Stiftung für Kinder in der Schweiz hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligte Kinder und Jugendliche zu unterstützen und zu fördern. Materiell und ideell. Die Stiftung setzt dort an, wenn bereits alle Möglichkeiten wie der Antrag ans Sozialamt oder Bezahlung der Krankenkassenrechnung ausgeschöpft sind. Mit Finanz- und Sachleistungen sowie Vermittlung weiterer Unterstützung leistet die Stiftung, die von Remeo und Cornelia Maggi im Jahre 2002 ins Leben gerufen wurde, einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Der Stiftungsrat besteht übrigens aus sieben ehrenamtlichen Mitgliedern. Zurück zur Solidaritätsaktion: Cornelia Maggi erhofft sich von der Versteigerung einen namhaften Betrag, der vollumfänglich in die Stiftung fliesst. Die Wette gilt, wenn sich am Samstag, 13. Juni 2026 735 Menschen im Loppersaal in Hergiswil/NW zum gemeinsamen Sticken einfinden.







