In den USA und in England wird bereits geimpft. Und nun gibt’s auch gute News für Deutschland: Die europäische Arzneimittelbehörde Ema will ihr Gutachten über die Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer noch vor Weihnachten vorlegen.

Nun könnte in Deutschland doch alles schneller gehen als erwartet: Acht Tage vor der ursprünglichen Planung will die europäische Arzneimittelbehörde Ema mitteilen, ob sie den Corona-Impfstoff der Unternehmen Biontech und Pfizer in der EU zulässt. Der Behörde zufolge soll das Gutachten über die Zulassung bereits am 21. Dezember vorliegen.

Impfung noch vor Weihnachten

Das Vakzin ist bereits in mehreren Ländern zugelassen, unter anderem in Grossbritannien und den USA. Die Zustimmung der EU-Kommission gilt als sicher. Der Impfstoff könnte so noch vor Weihnachten für die EU zugelassen sein. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte zuvor gesagt, er hoffe auf eine Zulassung am 23. Dezember. Dann könne man noch in diesem Jahr mit dem Impfen beginnen, sobald die Impf-Chargen freigegeben seien.

Impfzentrum in Luzern

In vielen Kantonen der Schweiz sind Impfzentren vorgesehen, auch mobile Impf-Equipen sind geplant. Ab Januar sollen diese vielerorts bereitstehen. Bei der Frage, wer vorrangig geimpft werde, richten sich die Kantone nach den Zielgruppen und -vorgaben gemäss der Impfstrategie des Bundesamts für Gesundheit (BAG). Im Kanton Luzern werden Impfzentren sowie dezentrale Möglichkeiten wie Praxen und mobile Teams als Standorte geprüft.

Wann der Startschuss für die ersten Schweizer Corona-Impfungen fällt, liegt jedoch letztlich nicht in den Händen der Kantone. Denn sie müssen die Zulassung der Impfstoffe via Swissmedic und die Auslieferung durch den Bund abwarten. Claus Bolte von der Schweizer Zulassungsbehörde Swissmedic dämpft im Interview mit dem Schweizer Fernsehen die Euphorie: «Nur wenn wir die notwendigen Daten zur Qualität der Herstellung, zur Sicherheit und zur Wirksamkeit haben, können wir eine Zulassung aussprechen.»