Für einmal nicht im gemütlichen Studio von Radio Lozärn, sondern vor Ort, genauer mitten auf dem Platz mit Recyclinggranulat für Beton, führte Andy Wolf den aktuellen Vodcast durch. Im Gespräch mit Thomas Fuchs, Geschäftsführer der MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG, die ihren Sitz im Bohler in der Gemeinde Rickenbach/LU hat. Was im Jahr 1927 in einer Scheune des elterlichen Hofes der Gebrüder Xaver und Blasius Müller entstand, hat sich im Lauf der Zeit zum bedeutenden Betonproduzenten mit über 1’200 Mitarbeitern entwickelt.
Von insgesamt 14 Standorten der MÜLLER-STEINAG Gruppe wird die ganze Schweiz beliefert. Hier wird der Slogan «Mehr als Beton» aktiv gelebt. Auf die Frage nach der aktuellen Nachfrage nach dem Werkstoff Beton erklärt Thomas Fuchs: «Für Fundamente, den Erdbereich und Keller ist Beton nach wie vor unverzichtbar. Im oberen Gebäudebereich kommen heute zwar häufig Holzkonstruktionen zum Einsatz, die ebenfalls ihre Vorteile haben. Geht es jedoch um hohe Stabilität – etwa bei Mehrfamilienhäusern –, führt an Beton kaum ein Weg vorbei.»
Bei der MÜLLER-STEINAG BAUSTOFF AG ist man davon überzeugt, dass gute Bauwerke oft von einer Kombination verschiedener Baustoffe profitieren. Wie im Leben hat alles Vor- und Nachteile, so auch jeder Baustoff und deshalb gilt es, den passenden Baustoff für das geforderte Einsatzgebiet zu wählen.
Stets der Nachhaltigkeit verpflichtet
Die MÜLLER-STEINAG Gruppe verfolgt das Ziel, bis 2050 klimaneutral zu sein. Dabei stehen die Schonung von Ressourcen, das Schliessen von Stoffkreisläufen sowie die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Fokus. Auf dem Firmenareal, welches beinahe die Grösse eines kleinen Dorfes einnimmt, wird die Biodiversität in den Abbaugebieten und auf dem riesigen Firmenareal gefördert. Das Engagement für einen möglichst hohen Eigenversorgungsgrad mit erneuerbaren Energien ist klar ersichtlich. Für die Produktion und Fertigung werden bewusst Rohstoffe aus der Region eingesetzt, was zu kurzen Transportwegen führt. Aber auch in die Produkteentwicklung fliesst der Nachhaltigkeitsgedanke ein.
Dazu Thomas Fuchs: «Der DEKAR®-Beton steht ganz klar für Ökologie. Unser DEKAR®-Beton reduziert die CO2eq.-Emissionen um 40 bis 42 % im Vergleich zum Schweizer Durchschnitt. Momentan wird er noch zu 100 Prozent aus Primärkies hergestellt. Wir arbeiten jedoch bereits daran, ihn künftig auch mit Recyclinggranulat herzustellen. Der DEKAR®-Beton überzeugt mit einem guten Preis-/Leistungsverhältnis, ohne Kompromisse puncto Qualität und Ausschalzeit eingehen zu müssen.
Überzeugungsarbeit muss und wird geleistet
Es sei nicht immer leicht, an der Verkaufsfront über das Thema Nachhaltigkeit erfolgreich zu sein. Zur Stadt Sursee unterhalte man in dieser Thematik einen sehr guten Kontakt, weil diese das auch so vorgebe. In der Regel werden neue Produkte zusammen mit externen Baugeschäften entwickelt, die mit den eigenen Ingenieuren, die im hauseigenen Labor arbeiten, entsprechende Versuche machen können. In dieser Kombination wurde schon manch gute Lösung gefunden, so Thomas Fuchs.







