Endlich! Jetzt kann man sich über ein Online-Formular für die Impfung in einem kantonalen Impfzentrum anmelden. Geimpft wird vorerst im Impfzentrum auf dem Areal der Messe Luzern und zwar schon ab Dienstag, 19. Januar 2021.

Ein weiteres Impfzentrum wird in der Festhalle Willisau realisiert. Die Betriebsaufnahme ist frühestens auf den 1. Februar 2021 vorgesehen, wobei der Start von den verfügbaren Impfdosen abhängig ist. Alle Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons Luzern können sich ab sofort über die Webseite https://lu.impfung-covid.ch zum Impfen anmelden. In einer ersten Phase werden jedoch – gemäss der Impfstrategie des Bundes – nur Personen ab 75 Jahren sowie Personen jeden Alters mit chronischen Krankheiten höchsten Risikos geimpft.

Ohne Anmeldung geht’s nicht

Diesen beiden Personengruppen werden kurz nach der Anmeldung die notwendigen beiden Impftermine per SMS zugestellt. Eine freie Terminwahl ist vorerst nicht möglich. Es gibt die Möglichkeit, unpassende Termine einmal zu verschieben. Aktuell sind im Kanton Luzern rund 9’000 Moderna-Impfdosen verfügbar, womit aufgrund der zweimaligen Verabreichung von Impfdosen momentan nur die ersten rund 4’500 Personen dieser beiden Gruppen berücksichtigt werden können.

Diese Impfungen finden ab Dienstag, 19. Januar 2021, im Impfzentrum auf der Luzerner Allmend statt (Öffnungszeiten MO bis SA; jeweils 9-19 Uhr). Damit vor Ort eine Identifikation der impfwilligen Personen stattfinden kann, muss ein amtlicher Ausweis und die Krankenkassenkarte mitgebracht werden. Personen mit Hochrisiko-Krankheiten müssen das vor Ort beim Impftermin entsprechend belegen können (z.B. mit einem ärztlichen Attest etc.).

Sobald im Kanton Luzern wieder weiterer Impfstoff zur Verfügung steht, werden Personen ab 75 Jahren sowie Personen jeden Alters mit chronischen Krankheiten höchsten Risikos informiert, die sich angemeldet haben, aber mangels Impfstoff noch keinen Impftermin erhalten haben. Sie erhalten eine SMS mit den beiden Impfterminen. Personen dieser beiden Risikogruppen, die nicht über ein Mobiltelefon verfügen, werden zum gegebenen Zeitpunkt über die kantonale Impfhotline telefonisch kontaktiert – dies, sobald wieder Impfstoff verfügbar ist.

Auch per Telefon möglich

Personen, die keinen Zugriff zur Online-Anmeldung haben, nicht über ein Mobiltelefon verfügen oder die Anmeldung aus anderen Gründen nicht selber vornehmen können, sind gebeten, beim Anmeldeprozess in erster Linie auf die Unterstützung ihres familiären Umfelds oder Bekanntenkreises zurückzugreifen. Ist dies nicht möglich, so können sich die betreffenden Personen bei der kantonalen Impfhotline (Telefonnummer +41 41 228 45 45, wochentags jeweils von 8-12 und 13.30-17 Uhr) melden. Dort erhalten sie Unterstützung bei der Anmeldung zum Impfen.

Die Nebenwirkungen

Die Auswertung der Studie zum Biontech/Pfizer-Impfstoff zeigt, dass etwa vorübergehende Schmerzen an der Impfstelle, Kopfschmerzen oder Müdigkeit vorkommen können.

  • Schmerzen an der Einstichstelle: Je nach Altersgruppe und ob es sich um die erste oder zweite Dosis handelte berichteten 66 bis 83 Prozent der Probanden von solchen Schmerzen. Bei fünf bis sieben Prozent zeigten sich an der Einstichstelle Rötungen oder Schwellungen.
  • Müdigkeit (34 bis 59 Prozent)
  • Kopfschmerzen (25 bis 52 Prozent)
  • Schüttelfrost (6 bis 35 Prozent)
  • Durchfall (8 bis 12 Prozent)
  • Muskelschmerzen (14 bis 37 Prozent)
  • Gliederschmerzen (9 bis 22 Prozent)
  • Fieber: Dies trag besonders bei der zweiten Impfdosis auf (11 Prozent der Älteren und 16 Prozent der Jüngeren) Fieber.

Die Nebenwirkungen waren der Studie zufolge im Allgemeinen schwach bis mässig und klangen nach kurzer Zeit wieder ab. Bei den Tests stellte sich heraus, dass Über-50-Jährige den Impfstoff als verträglicher empfanden und weniger Nebenwirkungen beklagten als jüngere Probanden. Grundsätzlich traten Begleiterscheinungen öfter bei der zweiten Impfdosis auf. 64 Geimpfte berichteten über geschwollene Lymphknoten.