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Coronavirus: Können Mücken Sars-CoV-2 übertragen?

Zika-Virus, Dengue- oder West-Nil-Fieber – Mücken können gefährliche Krankheiten übertragen. Jetzt im Frühling wo es draussen wärmer wird, schwirren wieder Millionen Mücken durch die Luft. Sind die Blutsauger in Zeiten der Corona-Krise besonders gefährlich?

Roger GivelVon Roger Givel · 7. April 2020

Nach aktuellem Forschungsstand wird das Coronavirus nicht über das Blut übertragen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt es weder Informationen noch Beweise, die darauf hindeuten, dass das Virus durch Mücken übertragen wird. «Das neue Coronavirus ist ein Atemwegsvirus, das sich vor allem durch Tröpfchen, die beim Husten oder Niesen einer infizierten Person entstehen, oder durch Speicheltröpfchen oder Ausfluss aus der Nase verbreitet», heisst seitens der WHO.

Auch wenn demnächst Mücken Menschen stechen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind, ist es unwahrscheinlich, dass die Insekten dabei auch Viren aufnehmen. Bild: Pixabay.

Damit Mücken Krankheiten übertragen, muss einiges zusammenkommen:

  • Die Krankheitserreger müssen in ausreichender Anzahl im Blut von Infizierten vorkommen.
  • Die Krankheitserreger müssen zusätzlich in der Lage sein, sich im Insekt zu vermehren und dort zu überdauern, bis sie über den Speichel der Mücke ins Blut des nächsten Gestochenen gelangen.

Zwar konnten Forscherinnen und Forscher bei einzelnen Covid-19-Patienten Virus-Erbgut im Blut nachweisen, aber bei Weitem nicht bei allen. Das heisst: Auch wenn demnächst Mücken Menschen stechen, die mit Sars-CoV-2 infiziert sind, ist es unwahrscheinlich, dass die Insekten dabei auch Viren aufnehmen.

Diese Mückenarten sind heimisch

Es gibt circa 35 Mückenarten in der Schweiz, davon sind 5 für den Menschen als Stechinsekten bedeutsam. Die Stiche dieser Mücken führen zu juckenden Quaddeln, die nach mehreren Tagen wieder verschwinden. Als Krankheitsüberträger spielen die Mücken kaum eine Rolle.

Prävention gegen Insekten im In- und Ausland:

  • Fliegengitter für die Fenster
  • Moskitonetze für die Nacht
  • Abends wenig Licht machen
  • Lange Kleidung und festes Schuhwerk
  • Keine starken Parfums verwenden
  • Mückenschutzmittel
  • Abends duschen gegen Schweiss, der zieht Mücken an
  • Informationen über Reiseziele einholen
  • Notwendige Impfungen und Malariaprophylaxe durchführen
  • Reiseapotheke mitführen
Roger Givel
Geschrieben von

Roger Givel

Roger Givel ist Unternehmer, Mediengründer und Marketingexperte aus Luzern. Seit über 25 Jahren entwickelt und betreibt er digitale Plattformen und Online-Medien. Als Inhaber von Radio Lozärn beschäftigt er sich intensiv mit der Zukunft digitaler Medien und neuen Technologien, unter anderem mit KI-gestützten Radiomoderatoren. Zudem unterstützt er Unternehmen dabei, über Social Media neue Mitarbeitende zu finden und digitale Prozesse zur Lead-Generierung effizient einzusetzen.

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