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Coronavirus und Fake News: WHO-Projekt mit Luzerner Beteiligung

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Um der mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Fake News begegnen zu können, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen entsprechenden Referenzrahmen dazu veröffentlicht. Diesen hat Prof. Dr. Sara Rubinelli vom Departement Gesundheitswissenschaften und Medizin in Luzern entwickelt.

Das Dokument soll Gesundheitseinrichtungen, welche gezielt Mitarbeitende im Umgang mit Desinformationen ausbilden oder rekrutieren, als Anhaltspunkt dienen.

Seit dem Auftauchen des Coronavirus ist vielfach die Rede davon, dass Behörden nicht nur eine Pandemie, sondern auch eine Infodemie zu bekämpfen hätten. Damit wird die kaum noch überschaubare Flut an teils widersprüchlichen Informationen rund um das Coronavirus bezeichnet. Aus diesem Grund hat die WHO in Zusammenarbeit mit den United States Centers for Disease Control and Prevention einen Referenzrahmen mit dem Titel «Building a Response Workforce to Manage Infodemics» realisiert, der nun verabschiedet wurde.

Trends und Meinungen

Das Dokument soll Gesundheitseinrichtungen, welche gezielt Mitarbeitende im Umgang mit Desinformationen ausbilden oder rekrutieren, als Anhaltspunkt dienen. So informiert es einerseits über die für diese Arbeit erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten, beispielsweise in Verhaltenspsychologie oder im Umgang mit Statistikprogrammen. Andererseits gibt das Dokument auch darüber Auskunft, welche Tätigkeiten das Infodemie-Management beinhalten sollte.

Dazu gehört unter anderem die Verwendung von sogenannten Social Listening Tools, anhand derer Daten zu Diskussionen, Trends und Meinungen im digitalen Raum erhoben werden können. Dies ermöglicht Infodemie-Managern ein besseres Verständnis darüber, wie eine Gesellschaft informiert ist und welche Bedenken und Einstellungen sie zu einem bestimmten Thema hat.

Gefördertes Forschungsprojekt

Prof. Dr. Sara Rubinelli, Professorin für Gesundheitswissenschaften mit Schwerpunkt Gesundheitskommunikation, entwickelte den Referenzrahmen für die WHO. Auch an der Universität forscht sie derzeit zum Thema Informationsvermittlung während einer Pandemie: Ein durch den Schweizerischen Nationalfonds gefördertes Forschungsprojekt unter ihrer Leitung untersucht die Kommunikation von Behörden in gesundheitlichen Notfällen wie demjenigen der Covid-19-Pandemie. Ziel des Projekts ist es, für die Gesundheitsbehörden ein Instrumentarium zu entwickeln, welches ihnen bei der Informationsvermittlung in einem solchen Kontext hilft.

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