Kolumne «Die Kunst beruflicher Zufriedenheit»
Wir alle kennen das Gefühl der Sicherheit – das beruhigende Gefühl, die Kontrolle über unser Leben zu haben. Doch dieses Sicherheitsbedürfnis hält uns oft davon ab, die wirklich wichtigen Schritte zu wagen. In einer Welt, die sich ständig verändert, kann der Wunsch nach Stabilität schnell zum Bremsklotz werden.
Auto: Ronnie Hürlimann, Experte für Selbstvermarktung im Berufsleben
Stell dir mal vor: Du stehst am Rand eines Kliffs, direkt über einem weiten, unbekannten Tal. Der Wind weht dir ins Gesicht, und irgendwo in deinem Bauch flüstert eine Stimme: «Bleib hier. Hier ist es sicher.» Doch gleichzeitig hast du dieses leise, aber beharrliche Gefühl, dass hinter dem Nebel, dort unten im Tal, etwas Wunderbares auf dich wartet. Kennst du das?
So fühlt sich das Sicherheitsbedürfnis an, das uns oft von Veränderung abhält. Es flüstert uns zu, dass wir dort, wo wir jetzt sind, gut aufgehoben sind. «Warum das Risiko eingehen?», sagt es. «Hier weisst du, was dich erwartet.» Und das ist verführerisch! Schliesslich bietet uns Sicherheit das beruhigende Gefühl von Kontrolle. Die Frage ist nur: Welche Chancen verpasst du, während du dich an dieser «Sicherheit» festklammerst?
In unserer immer schneller werdenden Welt ist die Vorstellung von Sicherheit, wenn wir mal ehrlich sind, eine Illusion. Heute boomt eine Branche – und morgen gibt es sie vielleicht nicht mehr. Technologien, die gestern noch als unverzichtbar galten, sind morgen schon wieder überholt. Es gibt keine Garantie, dass das, was wir jetzt als sicher empfinden, auch in Zukunft so bleibt. Das einzige, was uns tatsächlich Sicherheit gibt, ist die Fähigkeit, uns anzupassen.
Ein Beispiel und vielleicht ist das deine Situation: Du bist seit Jahren im selben Job. Der Job ist bequem. Du kennst jede Ecke und Kante, jedes Schräubchen, das manchmal klemmt. Doch statt Begeisterung verspürst du vor allem Langeweile. Da gibt es diesen kleinen Funken, der dir zuflüstert, dass du mehr willst, mehr kannst. Doch dann taucht die Sicherheitsstimme auf und fragt: «Aber was, wenn es schiefgeht? Was, wenn du deinen neuen Job nicht magst oder die neue Herausforderung zu gross ist?» – und so bleibst du, Jahr um Jahr.
Ich erinnere mich an einen Freund, der mir einmal gesagt hat: «Veränderung fühlt sich an wie der Sprung von einer Klippe. Es ist beängstigend. Aber oft ist der Wind, der dich auffängt, der Wind deiner eigenen Flügel, von denen du gar nicht wusstest, dass du sie hast.»
Was ist es also, das uns so oft zurückhält? Es ist die Angst. Die Angst, das Vertraute aufzugeben und in etwas Neues einzutauchen, das wir noch nicht ganz verstehen. Doch hier liegt das Geheimnis: Jeder Schritt, den du aus deiner Komfortzone machst, ist ein Schritt in Richtung Wachstum. Ja, es ist unbequem. Ja, es fühlt sich unsicher an. Aber nur, wenn wir lernen, die Unsicherheit anzunehmen, werden wir herausfinden, wozu wir wirklich fähig sind.
Mein Rat an dich: Wenn du merkst, dass dein Bedürfnis nach Sicherheit dich zurückhält, dann frag dich nicht, was du verlieren könntest, sondern was du gewinnen könntest. Und vielleicht, nur vielleicht, wirst du entdecken, dass der Sprung ins Unbekannte genau das ist, was du brauchst, um wirklich zu wachsen. Ich unterstütze dich auf diesem Weg. Besuche gerne meine Webseite, um mehr über mich zu erfahren.

