Es war kein Knall, eher ein stiller Entschluss: Mit 54 Jahren zog ich den Schlussstrich unter mein altes Berufsleben. Von aussen betrachtet wirkte das mutig, fast souverän. Innen drin fühlte es sich an wie der erste Schritt in eine Achterbahn – Herzklopfen, Unsicherheit, Vorfreude.
Kolumne DIE KUNST BERUFLICHER ZUFRIEDENHEIT
Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als ich meinen ersten Auftrag als Coach in den Händen hielt. Die Euphorie war grenzenlos – ich schwebte auf Wolken. Doch nur Wochen später kam der erste Absturz: Absagen, Leerlauf, Rechnungen, die trotzdem bezahlt werden mussten. Plötzlich sass ich nachts am Küchentisch, mit Taschenrechner und einem Kopf voller Sorgen. Genau das ist Selbständigkeit: Das Hochgefühl, wenn der Wagen nach oben rast, und der freie Fall, wenn er kippt.
Autor: Ronnie Hürlimann, Experte für Selbstvermarktung im Berufsleben
Nächte voller Zweifel
Es gab Abende, an denen ich mich fragte: «Hast du dich übernommen? Hättest du bleiben sollen, wo alles sicher schien?» Diese Fragen sind wie die dunklen Tunnel der Bahn – man weiss nicht, wo das Licht wieder auftaucht. Und trotzdem: Irgendwo tief in mir war da immer dieser Funke, der sagte: «Das ist der richtige Weg. Gib nicht auf. Da draussen wartet mehr.»
Kleine Siege, grosse Kraft
Und dann kamen die kleinen Siege. Ein Coachee, der mir dankte, weil er seinen eigenen Weg klarer sah. Ein Workshop, der ausverkauft war. Der Moment, als ich merkte: Ich gestalte mein Leben nach meinen Regeln. Jeder dieser Erfolge war wie der kurze Moment, wenn der Wagen wieder auf der Höhe ankommt und der Ausblick überwältigend ist.
Wer ist für diesen Weg gemacht?
Oft werde ich gefragt: «Wer eignet sich überhaupt für die Selbständigkeit?» Viele denken zuerst an Betriebswirtschaftler, Marketingspezialisten oder Menschen, die besonders laut auftreten und immer im Rampenlicht stehen. Doch das ist ein Irrtum.

Geeignet sind diejenigen, die den Mut haben, loszugehen – auch ohne fertigen Plan. Menschen, die bereit sind, zu lernen, was ihnen noch fehlt, und die die Ausdauer haben, nach jedem Sturz wieder aufzustehen. Es braucht nicht das perfekte Logo oder den glanzvollsten Businessplan. Es braucht eine eigene Geschichte, die inneren Stärken und das tiefe Gefühl, einer Berufung zu folgen. Wer diese Mischung in sich trägt, der findet seinen Platz – ob eher leise oder laut, ob im Hintergrund oder vorne auf der Bühne.
Warum es die Fahrt wert ist
Heute weiss ich: Diese Achterbahn ist kein Fehler, sondern das Abenteuer meines Lebens. Sie fordert Mut, sie bringt Tränen, sie schenkt Glücksmomente, die unbezahlbar sind. Und genau deshalb lohnt es sich, einzusteigen – auch wenn man nicht weiss, wie die nächste Kurve aussieht.
Genau diesen Weg beschreibe ich in meinem eBook Wie ich mit 54 Jahren durchstartete und heute erfüllter arbeite denn je. Dort erzähle ich, wie es ist, mitten im Leben alles auf eine Karte zu setzen – ehrlich, ungeschönt und voller Wendungen. Vielleicht ist es genau der Funke, der noch fehlt, um selbst den Einstieg in die Bahn zu wagen.

Ich verschenke das eBook, um zu motivieren und inspirieren.
Siehe hier: https://ronnie-huerlimann.klicktipp.site

