17.8 C
Luzern

Förderprogramm Luzern: Beinahe doppelt so viele Fördergelder stehen zur Verfügung

Ähnliche Artikel

Das Förderprogramm Energie ist eine Erfolgsgeschichte: Das Programm ist beliebt und die Gelder werden regelmässig ausgeschöpft. 2021 hat der Kanton Luzern über 2000 Projekte unterstützt und Förderbeiträge im Umfang von knapp 12 Millionen Franken zugesichert.

Zusammen mit einer Begleitgruppe hat der Kanton Luzern im vergangenen Jahr das Förderprogramm geprüft und optimiert. Für das neue Jahr erhöht der Regierungsrat die finanziellen Mittel: Insgesamt stehen rund 23 Millionen Franken bereit. Gesuche können ab dem 10. Januar 2022 wieder eingereicht werden.

3,5 Millionen Franken mehr als 2021

Die Nachfrage nach Fördergeldern, um die Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbarer Energie in den eigenen vier Wänden zu steigern, ist bei den Hausbesitzerinnen und -besitzern nach wie vor hoch: Seit 2019 wird das Budget jedes Jahr ausgeschöpft. Der Regierungsrat hat nun beschlossen, das Förderbudget substanziell zu erhöhen.

Der Kanton steuert für das aktuelle Förderprogramm rund 5,5 Millionen Franken bei – rund 3,5 Millionen Franken mehr als 2021. Zusammen mit dem Sockelbeitrag und der Ergänzung vom Bund stehen insgesamt rund 23 Millionen Franken für das Förderprogramm Energie 2022 bereit. Hausbesitzerinnen und -besitzer können ab dem 10. Januar 2022 bei der Dienststelle Umwelt und Energie wieder Gesuche einreichen.

Einbezug wichtiger Interessengruppen

Das Förderprogramm wird seit Einführung regelmässig ausgeweitet: So wurden neue Fördergegenstände ins Programm aufgenommen, das Beratungsangebot ausgeweitet oder die Fördersätze erhöht. Nach gut fünfjähriger Erfahrung war es der richtige Zeitpunkt, das Förderprogramm durch den Einbezug wichtiger Interessengruppen zu überprüfen und analysieren.

«Die Zusammenarbeit mit dem Gewerbe, mit den verschiedenen Verbänden und mit der Hochschule ist wichtig, damit wir die Erfolgsgeschichte des Förderprogramms Energie weiterschreiben können. Durch diese Zusammenarbeit mit der Begleitgruppe konnten wir das Programm nochmals optimieren und stärken», betont Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements. Der Austausch wird in den kommenden Jahren weitergeführt.

Fördersätze für thermische Solaranlagen verdoppelt

Zu den wichtigsten Änderungen für das Jahr 2022 zählen die neuen Fördermassnahmen wie etwa: der Anschluss an ein Wärmenetz mit erneuerbaren Energien, nichtautomatische Holzfeuerungen oder Ladeinfrastruktur für E-Mobilität (bei bestehenden Mehrfamilienhäusern). Anpassungen gab es auch bei den Fördersätzen. Erneuerungen bei der Gebäudedämmung werden mit 60 statt mit 40 Franken pro Quadratmeter unterstützt und die Fördersätze für thermische Solaranlagen verdoppelt. Weiter gelten neu pauschale Fördersätze für die Haustechnik bis 15 Kilowatt – dies beispielsweise bei einer Wärmepumpe, einer Holzfeuerung oder dem Fernwärmeanschluss.

Aktiver Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasemissionen

Regierungsrat Fabian Peter ist sich sicher, das Förderprogramm 2022 ist ausgewogen: «Das Förderprogramm Energie ist ein wichtiges Werkzeug, um den Energieverbrauch und damit den CO₂-Ausstoss bei Gebäuden zu senken. Es trägt zum Klimaschutz und mehr regionaler Wertschöpfung bei, schafft Arbeitsplätze und unterstützt, dass wir das kantonale Klimaziel ‹netto null 2050› erreichen.»

Das Förderprogramm 2022 ist daher auf die Massnahmenplanung des Planungsberichts über die Klima- und Energiepolitik des Kantons Luzern abgestimmt. Der Luzerner Umwelt- und Wirtschaftsdirektor sagt: «Mit dem Wechsel von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren können Hauseigentümerinnen und -eigentümer einen aktiven Beitrag leisten, die Klimaerwärmung zu reduzieren. Damit bleibt das Geld in der Schweiz und fliesst nicht ins Ausland.»

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Letzter Artikel