Noch immer sind rund zwei Drittel aller Gebäude in der Schweiz mit fossilen Energieträgern beheizt. Bei einem Heizungsersatz setzen Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer in über der Hälfte der Fälle wieder auf fossile und nicht erneuerbare Energieträger. Um die CO2-Ziele der Schweiz – netto null Treibhausgasemissionen bis 2050 – zu erreichen, hat der Bund das Programm «erneuerbar heizen» lanciert. Der Kanton Luzern unterstützt das Programm und forciert mit gezielten Impulsberatungen den Umstieg auf erneuerbare Energien.

Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, setzt sich persönlich dafür ein, diese Botschaft nach aussen zu tragen: «Es ist mir ein Anliegen, dass wir mit konkreten Massnahmen etwas gegen die Klimaerwärmung unternehmen. Im Gebäudebereich sehe ich viel Potential.» Bild: HO.

Die Impulsberatungen sind Teil des kantonalen Förderprogramms Energie 2020. Dabei unterstützt der Kanton Luzern die Beratungen finanziell. Das heisst, Gebäudeeigentümerinnen oder -eigentümer werden von geschulten und kompetenten Experten direkt vor Ort rund um das Thema «erneuerbar heizen» informiert. Sie erhalten eine massgeschneiderte Lösung für einen Heizungsersatz mit erneuerbaren Energien für ihr Gebäude. Die Experten betrachten die Situation ganzheitlich und geben eine Empfehlung zum Vorgehen ab.

Gebäude für hohen CO2-Ausstoss verantwortlich

Gebäude sind für rund ein Drittel des CO2-Ausstosses in der Schweiz verantwortlich und folgen an zweiter Stelle nach dem Verkehr. Dabei tragen insbesondere fossile Heizungen und schlecht gedämmte Gebäude dazu bei. Mit dem neuen kantonalen Energiegesetz verfolgt der Kanton das Ziel, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch bis 2030 auf 30 Prozent zu verdoppeln. Wichtige Punkte sind der Umstieg auf erneuerbare Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz bei Gebäuden. Mit dem Gebäudeprogramm, das 2010 initiiert wurde, wollen Bund und Kantone den Energieverbrauch im Schweizer Gebäudepark durch Gebäudestandards erheblich reduzieren und den CO2-Autsstoss senken.

Gebäudeeigentümer sensibilisieren

Um die Ziele zu erreichen, müssen die Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer weiter sensibilisiert werden. Denn jeder Heizungsersatz mit einer fossilen Heizung ist eine verpasste Chance für die nächsten 20 Jahre. Regierungsrat Fabian Peter, Vorsteher des Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartements, setzt sich persönlich dafür ein, diese Botschaft nach aussen zu tragen: «Es ist mir ein Anliegen, dass wir mit konkreten Massnahmen etwas gegen die Klimaerwärmung unternehmen. Im Gebäudebereich sehe ich viel Potential.»

«Netto-Null» bis 2050

Mit dem Förderprogramm Energie schafft der Kanton sinnvolle Anreize zur Verringerung der Treibhausgasemissionen, denn im Gebäudebereich ist der Wirkungshebel nach wie vor sehr gross. Aber auch in anderen Sektoren verfolgt der Kanton Luzern das Ziel, die Emissionen bis 2050 auf netto null zu reduzieren. Der Kantonsrat hat die entsprechende Motion M 52 an der Klima-Sondersession vom Juni 2019 erheblich erklärt. In einem Bericht zur Klima- und Energiepolitik des Kantons Luzern wird der Regierungsrat bis 2021 aufzeigen, wie dieses Ziel im Kanton Luzern über die verschiedenen Handlungsfelder koordiniert und gezielt erreicht werden soll. Ein Entwurf des Berichts wird bereits Ende 2020 in die Vernehmlassung gegeben.