Mit Lars Weibel erschien einer der erfolgreichsten Eishockeygoalies der Schweiz zum Interview bei Andy Wolf auf Radio Lozärn. Seit er die Fronten als Direktor Sport des Schweizerischen Eishockeyverbandes auf Funktionärsseite gewechselt hat, sieht der Arbeitsalltag wie folgt aus: «Es ist eine grosse Verantwortung, wie es der Name schon sagt, Abteilung Sport hat nicht nur mit der mit Nationalmannschaft zu tun, es sind Frauen und Männer, Breitenspot, Spitzensport. Es ist wirklich umfassend».
«Ich bin viel unterwegs, mein ökologischer Fussabdruck ist sehr bescheiden, ich bin viel in der Welt und Europa unterwegs. Und wenn ich in der Schweiz bin, auch in der ganzen Schweiz. Aber logischerweise habe ich auch viele Meetings und Besprechung vor Ort in Zürich. Ich bin sehr aktiv». In den sieben Jahren seiner Tätigkeit habe sich das Eishockey weiterentwickelt und er hofft, dass er einen kleinen Beitrag dazu leisten konnte. «Sicher hat sich das Standing der Herren Nationalmannschaft auch ein wenig gestärkt, wir hatten aber auch Startschwierigkeiten. Das Frauenhockey ist extrem im Aufwind, was sehr sehr wichtig ist und last but not least glaube ich auch mich persönlich. Wenn ich denke, wie ich gearbeitet und funktioniert habe vor sieben Jahren und heute unterwegs bin, stelle ich sogar bei mir endlich einen Prozess fest».
Eishockey war und ist sein Leben
Als zweifacher Schweizer Meister (mit Lugano und Davos), zweifacher Spenglercupsieger und 44 Einsätzen für die Nationalmannschaft verabschiedete sich der in Lachen/SZ geborene Lars Weibel 2010 nach der Saison bei den Kölner Haien vom aktiven Eishockey. Es folgten verschiedene Tätigkeiten. Unter anderem war er beim EV Zug verantwortlich für Marketing und Verkauf und später auch Leiter der Hockey Academy (Nachwuchsförderung) beim gleichen Verein, bei welchem er im Zeitraum von 2004 bis 2009 selbst auch spielte. Im 2019 übernahm er dann als Direktor National Teams, so die genaue Bezeichnung, die Geschicke innerhalb von Swiss Ice Hockey.

Den Blick nach vorne richten
Das macht Lars Weibel in aller Konsequenz. Denn es stehen im nächsten Jahr zwei Grossereignisse an, die bestens vorbereitet sein wollen. Zum einen sind es die Olympischen Spiele in Mailand/Turin/Cortina d’Ampezzo sowie die Eishockey-Weltmeisterschaften im eigenen Land. «Auf jeden Fall werden wir wieder eine dominierende Rolle spielen. Auch wenn Sieg und Niederlage nahe beieinander liegen. Ein Viertelfinale verlieren oder ein Finale gewinnen hängt manchmal von Millimetern ab. Das ist wirklich keine Floskel. Zum anderen ist das Turnier von Olympia rein vom Turniertableau her nicht einfacher, aber es braucht eigentlich weniger Matches zu gewinnen, um etwas Grosses zu erreichen als an einer WM. So gesehen könnte das ein gutes Vorzeichen sein. Ob wir dort sind, wo wir mit dieser Mannschaft gewesen sind, wage ich zu bezweifeln. Ich sage einfach immer, auch im Frauenhockey, bei aller Euphorie, es braucht Know-how und Zeit. Nichtsdestotrotz, wenn wir unseren Job gut machen und dem nötigen Spirit an die Arbeit gehen, haben wir das Potential, einen grossen zu schlagen».
Das wünscht Radio Lozärn den beiden Nationalmannschaften.


