Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) wurde von der Nationalen Koordination Seltene Krankheiten (kosek) als Zentrum für seltene Krankheiten anerkannt. Das LUKS ist damit eines von neun Zentren in der Schweiz, die auf die Diagnostik von seltenen Krankheiten spezialisiert sind.

Mit der Anerkennung durch die kosek erhält das Zentrum für seltene Krankheiten des Kinderspitals sowie der Inneren Medizin des LUKS die Bescheinigung, dass die Qualitätskriterien eingehalten werden und den nationalen und internationalen Anforderungen an spezialisierte Angebote für seltene Krankheiten entsprechen.

Gebündelte Kompetenz verschiedener Fachbereiche

Zentren für seltene Krankheiten sind interdisziplinäre Anlaufstellen, an welche sich Personen mit einer unklaren Diagnose und komplexen Krankheitsverläufen wenden können und wo vertiefte diagnostische Abklärungen vorgenommen werden. An diesen Zentren wird die Kompetenz verschiedener medizinischer Fachgebiete gebündelt. Sie koordinieren die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Kliniken, Fachinstituten und Spitälern und geben gleichzeitig auch Auskunft, organisieren spitalinterne Weiterbildungen und beteiligen sich an der Forschung.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die interdisziplinäre Zusammenarbeit und die Nähe zwischen verschiedenen medizinischen Fachbereichen sind für betroffene Personen mit seltenen Krankheiten besonders wichtig, weil es oft lange dauert, bis sie eine Diagnose für ihre komplexen Krankheiten erhalten. Meist beinhaltet dies eine Vielzahl von Abklärungen bei mehreren Ärztinnen und Ärzten, während ihre körperlichen Leiden auch als psychisch bedingt eingestuft werden.

Diese diagnostischen Umwege belasten die Betroffenen sehr und können zu falschen Behandlungen führen. Um die Versorgung von Betroffenen mit seltenen Krankheiten zu verbessern, ist deshalb die Verkürzung der Dauer bis zur Diagnosestellung äusserst wichtig. Neben dem LUKS gibt es in der Schweiz acht weitere von der kosek anerkannte Zentren für seltene Krankheiten.