Man krächzt plötzlich kläglich oder kann nur noch flüstern, der Hals fühlt sich belegt an, Schlucken ist eine Qual: Heiserkeit gehört mit zu den ersten Symptomen von Erkältung und Grippe. Deren Auslöser (meist Viren) greifen die Schleimhäute in Nase, Rachen und Hals an.

Es kann vor allem Sänger treffen, Schauspieler, Moderatoren, Lehrer, Politiker, Jodler Callcenter-Mitarbeiter oder Kinder, die viel schreien oder ständig laut reden: Heiserkeit infolge Überlastung. Auch wer während eines Live-Konzertes schon mal lautstark mitgesungen hat, kennt das. Bild: Pixabay.

Die schützende Gewebeschicht entzündet sich. Ist die Heiserkeit erkältungsbedingt, braucht man sich erst mal keine grossen Sorgen zu machen. Dauert sie jedoch länger als zwei, drei Wochen oder tritt sie auf, wenn man ansonsten gesund ist, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen.

So entsteht Heiserkeit

Schwillt die sensible Kehlkopfschleimhaut infolge einer Reizung oder Infektion an, verhindert dies den korrekten Verschluss der Stimmlippen – heisere Sprachlaute sind die Folge. Bisweilen können gar keine Laute mehr erzeugt werden, es bleibt beim Flüstern. Bereits kleinste Veränderungen im Bereich der Stimmlippen machen sich bemerkbar – sie können dann nicht wie gewohnt schwingen. Folge: Wir können nur noch krächzen. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Heiserkeit durch Erkältung oder Grippe

Husten, Schnupfen, Halsschmerzen und dann auch noch Stimme weg: Das ist typisch für Erkältungskrankheiten. Krankheitserreger überfluten den Körper, die Infektion lässt die Schleimhäute anschwellen – auch im Bereich der Stimmlippen. Besonders bei Kleinkindern zwischen ein und fünf Jahren können Viren zu einer Entzündung des Kehlkopfs führen, dem Pseudokrupp. Typisch sind ein bellend-pfeifender Husten und starke Heiserkeit.

Heiser aufgrund hoher Beanspruchung

Es kann vor allem Sänger treffen, Schauspieler, Moderatoren, Lehrer, Politiker, Jodler Callcenter-Mitarbeiter oder Kinder, die viel schreien oder ständig laut reden: Heiserkeit infolge Überlastung. Auch wer während eines Live-Konzertes schon mal lautstark mitgesungen hat, kennt das. Was dabei vorgeht: Die Stimmlippen schlagen heftig aufeinander, röten sich durch den starken Reiz, schwellen an und schwingen nicht mehr gut. Daraus können sich später kleine Knötchen bilden, Schrei- oder Sängerknötchen genannt. Mitunter entwickeln sich aus diesen Knötchen auch Polypen. Polypen sind gutartige, geschwulstartige Wucherungen der Schleimhaut der Stimmbänder. Sie bilden sich dann vermehrt aus, wenn die Stimme während der Entzündung nicht ausreichend geschont wird.

Bei Heiserkeit helfen beispielsweise folgende Tipps

Sprechen Sie so wenig wie möglich und schonen Sie Ihre Stimme. Auch Flüstern und Räuspern strapaziert die Stimme. Trinken Sie viel – am besten Kräutertees oder Wasser. Inhalieren kann ebenfalls hilfreich sein. Verzichten Sie auf Nikotin und meiden Sie verqualmte Räume. Wärmen Sie Ihren Hals mit warmen Wickeln, einem Halstuch oder Rollkragenpullover. Halten die Beschwerden länger als drei Wochen an, sollten Sie unbedingt einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.

Radio Lozärn empfiehlt: Diese Information kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.