Hausstaubmilben gehören zur häuslichen Umgebung. Während gesunde Personen durch sie nicht beeinträchtigt werden, sollten Hausstaubmilbenallergiker sich mit bewährten, vom Arzt empfohlenen Massnahmen vor dem Kontakt schützen.

Die Milben leben sie bevorzugt in Matratzen, Bettdecken, Kopfkissen, Polstermöbeln, Teppichen, Vorhängen und Tierkäfigen. Foto: Pixabay.

Hausstaubmilben sind winzige, von blossem Auge nicht sichtbare Spinnentierchen, die mit Ausnahme von Wohnungen auf einer Höhe von über 1200 m.ü.M in fast jeder Wohnung vorkommen. Sie ernähren sich u.a. von menschlichen und tierischen Hautschuppen und fühlen sich unter warmen Bedingungen und einer Luftfeuchtigkeit von über 50 % besonders wohl.

Darum leben sie bevorzugt in Matratzen, Bettdecken, Kopfkissen, Polstermöbeln, Teppichen, Vorhängen und Tierkäfigen. Hausstaubmilben sind harmlos und übertragen keine Krankheiten. Entsprechend müssen gesunde Personen keine Risiken befürchten und auch keine Massnahmen gegen die winzigen Tierchen treffen. Die üblichen Verhaltensempfehlungen zu gesundem Wohnen wie regelmässige Staubentfernung und dreimal tägliches Lüften unter Durchzug reichen vollkommen aus.

Problematisch sind Hausstaubmilben hingegen für Allergiker

Denn in ihrem Kot scheiden die Tierchen bedeutende Allergene aus. Entsprechend gehören Hausstaubmilbenallergien zu den häufigsten Allergien in Innenräumen: Rund 5 Prozent der Bevölkerung leidet darunter. Bei 13 Prozent der Schulkinder und 9 Prozent der Erwachsenen findet man eine Bereitschaft für eine solche Allergie, was in der Fachsprache als sensibilisiert bezeichnet wird.

Die Hausstaubmilbenallergie äussert sich das ganze Jahr über meist mit Schnupfen und gelegentlich einer zusätzlichen Bindehautentzündung der Augen; seltener reagieren Betroffene mit Asthma. Die bewährten Massnahmen bei Patienten mit Hausstaubmilbenallergie sind bekannt: So sollte man milbendichte Matratzenüberzüge verwenden und Duvets, Kopfkissen und Bettwäsche häufig bei 60° C waschen.

Zudem empfiehlt es sich auf Teppiche und Vorhänge zu verzichten, um Staubansammlungen mit darin enthaltenem allergenem Milbenkot zu vermindern. Ebenso wichtig ist das regelmässige Stosslüften zur Senkung der Raumluftfeuchtigkeit. Produkte zur Bekämpfung der Milben in der Wohnung werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) grundsätzlich nicht empfohlen.

Radio Lozärn empfiehlt: Diese Information kann keine ärztliche Beratung, Diagnostik oder Therapie ersetzen. Surfen im Internet ersetzt den Arztbesuch nicht.