Mittel gegen trockene Augen

Statistisch gesehen ist die häufigste Ursache für einen Besuch beim Augenarzt trockene Augen. Die Anzahl der Patienten, die unter diesen Symptomen leiden, nimmt kontinuierlich zu. Deshalb wurde schon seit vielen Jahren nach einer effizienten und dauerhaft wirkenden Therapie geforscht. Bisher konnten die trockenen Augen lediglich mit Tropfen, bei denen es sich um eine künstliche Tränenflüssigkeit handelt, behandelt werden. Mit dem Eye Light hat sich jedoch die Therapiemöglichkeit drastisch verbessert.

Die Tränenflüssigkeit ist sehr wichtig

Für die Gesundheit der Augen sowie für deren Funktionstüchtigkeit ist eine ausreichende Menge an Tränenflüssigkeit von elementarer Bedeutung. Neben der Menge sind aber auch die Zusammensetzung und die Qualität sehr wichtig. Die Tränenflüssigkeit besteht grundsätzlich aus drei Schichten. Die untere Schicht wird direkt von der Haut des Augapfels produziert und sorgt daher für den direkten Kontakt auf dem Auge. Die zweite Schicht ist sehr wässrig und wird aus den Tränendrüsen hergestellt. Die obere Schicht ist fetthaltig und wird in zahlreichen kleinen Drüsen produziert, die sich an den Lidrändern befinden.

Da diese Schicht für eine optimale Oberflächenspannung der gesamten Tränenflüssigkeit verantwortlich ist, kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Sind die Lidranddrüsen verstopft, verletzt oder entzündet, kann die natürliche Schmierung der Augen nicht mehr erfolgen. Dann entstehen unangenehme Schmerzen. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Keime oder Hautmilben ansiedeln, die zu einer großen Gefahr werden können.

Häufige Ursachen für trockene Augen

Es gibt mehrere Ursachen für dieses Problem. Zu den häufigsten Gründen gehören:

  • Allergien
  • Hautkrankheiten
  • Stoffwechselstörungen
  • Bildschirmarbeit

Es gibt diverse Hautkrankheiten und Stoffwechselstörungen, die zu trockenen Augen führen können. In solchen Fällen stellt sich eine Besserung ein, wenn die ursächlichen Krankheiten behandelt werden. In den meisten Fällen sind es jedoch allergische Reaktionen oder die Folgen einer langzeitigen Bildschirmarbeit, die zu trockenen Augen führen. Eine dauerhafte Behandlung mit Tropfen empfinden viele Patienten als lästig. Nach dem Einträufeln der künstlichen Tränenflüssigkeit dauert es meistens etwas, bis diese gleichmäßig von den Augenlidern verteilt ist und die Sicht wieder deutlich wird.

Behandlung mit Eye Light

Zunächst sollte beschrieben werden, was eigentlich hinter dieser Methode steckt. Grundlage dieser Technik ist ein pulsierendes Xenonlicht. Im Bereich der Dermatologie wird diese Behandlungsmethode bereits seit etwa 30 Jahren angewendet. Nur durch einen Zufall stellte sich heraus, dass damit auch trockene Augen behandelt werden können. Während herkömmliches Licht oder die natürliche UV-Strahlung lediglich auf der Hautoberfläche wirkt, gelangt das Xenonlicht in tiefe Hautschichten sowie in das Untergewebe. Da es pulsiert, führt es zu kurzfristigen Erwärmungen bestimmter Nerven. Durch diese Temperaturschwankungen wird der Stoffwechsel in unteren Hautschichten stark angeregt. Dieses Phänomen lässt sich zur Behandlung trockener Augen nutzen.

Durch die Behandlung mit Eye Light werden aufgrund der Stimulierung die Lidranddrüsen animiert, wieder mehr Flüssigkeit zu produzieren. Als positiver Nebeneffekt führen die Lichtimpulse zum Abtöten von Keimen und eventuell vorhandenen Hautmilben.

So erfolgt die Behandlung mit Eye Light

Behandlungen von trockenen Augen finden auch im Lux Augenzentrum von Dr. med. (H) Richard Nagy sowie seiner Kollegin Dr. med. Jelena Farkas statt. Sie gehören auch der Ärztekammer Schweiz an. Die eigentliche Behandlung verläuft grundsätzlich in drei Schritten:

  • Betäubung der Augen
  • Behandlung mit Eye Light
  • Nachbehandlung der Augen

Die Betäubung erfolgt im gesamten Hautbereich der Augen. Dazu wird zumeist eine Salbe vom Jochbein bis hoch an die Stirn aufgetragen. Anschließend werden die Augen mit einem speziellen Schutz abgedeckt. Der Augenarzt führt dann die Behandlung mit dem Eye Light durch. Nach dieser Behandlung wird die restliche Flüssigkeit aus den Lidranddrüsen manuell ausgestrichen. Die komplette Behandlung ist völlig schmerzfrei und dauert etwa 30 Minuten.

Nach der ersten Behandlung kann es in Einzelfällen vorkommen, dass sich die Symptome der trockenen Augen noch etwas verstärken. Das liegt daran, weil die gesamte Flüssigkeit aus den Drüsen herausgeholt wird. Eine deutliche Besserung tritt bereits nach der zweiten Behandlung auf. Diese erfolgt in einem Abstand von einem Monat.

Insgesamt sind vier Behandlungen dieser Art erforderlich, bis eine dauerhafte Besserung erzielt wird. Während dieser vier Monate muss der Patient zumeist noch mit Tropfen zurechtkommen, weil die Lidranddrüsen immer wieder entleert werden. Dieser Schritt ist jedoch unvermeidbar, damit sich die Drüsen erholen und auf Dauer eine hochwertige Fettschicht produzieren können. Ist die Therapie abgeschlossen, benötigen die meisten Patienten keine weiteren Tropfen oder Salben mehr für ihre Augen.

Für wen eignet sich die Eye Light Methode?

Grundsätzlich kann sich jeder Patient, der an trockenen Augen leidet, mit der Eye Light Therapie behandeln lassen. Es ist jedoch empfehlenswert, zuvor die Ursache abklären zu lassen. Mitunter können die trockenen Augen auch ein Anzeichen für eine andere Krankheit sein, die bisher noch nicht bekannt ist. Sollte das nicht der Fall sein, kann sofort mit der Eye Light Therapie begonnen werden.

Fazit

Die moderne Eye Light Methode bietet eine große Hilfe für alle Menschen, die unter trockenen Augen leiden und schon zahlreiche Tropfen vergeblich ausprobiert haben. Die Therapie belastet die Patienten kaum und sie führt zu einer dauerhaften Verbesserung der Lebensqualität.