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Luzern

Verkehrshaus Luzern: Raumfahrt-Kooperation mit China

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Das China Science and Technology Exchange Center und das Verkehrshaus der Schweiz haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine künftige Zusammenarbeit besiegelt. Damit setzt das Verkehrshaus die Tradition des Austausches mit führenden Raumfahrtnationen fort.

Das China Science and Technology Exchange Center und das Verkehrshaus der Schweiz haben eine Vereinbarung unterzeichnet, die eine künftige Zusammenarbeit besiegelt.

Das Verkehrshaus pflegt seit Jahrzehnten direkte Kontakte zu ausländischen Raumfahrtbehörden. Vor genau 50 Jahren, am 1. Juli 1972 bei der Eröffnung der Halle Luft- und Raumfahrt, weilten die US-amerikanischen Astronauten John H. Glenn, der 1962 als erster Amerikaner die Erde in einem Raumschiff umkreiste, und Neil A. Armstrong, der 1969 als erster Mensch den Mond betrat, unter der Gästeschar.

1974 präsentierte das Verkehrshaus die Sonderausstellung «Sowjetische Raumfahrzeuge» mit unter anderem dem Wostok-Raumschiff, der Sojus-Kapsel und der Sojus-Raumstation im Freigelände: Erstmals zeigte die Sowjetunion damals im Westen, was ihre Raumfahrt ausmachte. Zu den Ehrengästen zählte Kosmonaut German Titov.

Wissens- und Objektaustausch

Das Verkehrshaus der Schweiz setzt die Tradition fort und wird künftig auch mit China enger zusammenarbeiten. Die feierlich unterzeichnete Vereinbarung mit dem China Science and Technology Exchange Center (CSTEC) anlässlich eines Online-Treffens sieht eine Zusammenarbeit sowie einen Wissens- und Objektaustausch im Bereich Raumfahrt vor. Vorgesehen sind weiter gemeinsame Ausstellungen und Veranstaltungen zum Thema Raumfahrt. Mit von der Partie am Anlass war auch der Taikonaut (chinesischer Astronaut) Jing Haipeng, der erste Chinese, der dreimal im All war. In einem Online-Dialog unterhielt er sich mit dem Schweizer Astronauten Claude Nicollier.

Völkerverbindende Sonderausstellungen

Mit der Sonderausstellung «China – Wiege des Wissens» war China bereits im Jahr 1994 Thema im Verkehrshaus. Konzipiert zusammen mit dem Museum für Wissenschaft und Technologie in Peking und dem Deutschen Ostasien-Institut in Berlin, öffnete die Ausstellung mit 400 Originalobjekten und Modellen ein exklusives fernöstliches Kulturfenster. Darunter befand sich auch die 150 Tonnen schwere Dampflokomotive Qian Jin.

Im Jahr 1971 zeigten die NASA und die Herstellerfirmen General Motors und Boeing erstmals eines ihrer Mondfahrzeuge ausserhalb der USA. Bei der Vernissage der dazugehörenden Sonderausstellung im Verkehrshaus fanden sich, ebenfalls zum ersten Mal, ein amerikanischer Astronaut und ein sowjetischer Kosmonaut gemeinsam in einem Raumfahrzeug: James Lovell und Witali Sewastianow.

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