3.7 C
Luzern

Warum Sie die kalten Monate nutzen sollten, um das Haus auf Vordermann zu bringen

Ähnliche Artikel

Winterzeit ist Heimwerkerzeit

Wenn der Winter ins Land zieht, dann denken die meisten ans Keksebacken oder den Weihnachtseinkauf. Aber die kalten Monate eignen sich auch optimal dafür, um das Haus auf Vordermann zu bringen. Welche Projekte rund um Haus und Garten jetzt angegangen werden sollten, verrät der folgende Artikel.

Spätestens wenn die ersten Eiskristalle auf der Windschutzscheibe auftauchen und die wärmere Jacke aus dem Kleiderschrank geholt wird, kündigt sich der Winter an. Dann wird das Mountainbike im Keller verwahrt, das Trampolin der Kinder abgebaut und die Terrassengarnitur vor Wind und Wetter geschützt. Für viele beginnt dann eine ruhigere Zeit ohne die geliebten Outdoor-Aktivitäten und so mancher fragt sich gar, wie er die kalten Monate sinnvoll nutzen soll. Während sich die einen in die Vorbereitungen für das große Weihnachtsfest stürzen, greifen andere zu Schraubenzieher und Wasserwaage. Denn: Die kalte Jahreszeit eignet sich optimal dafür, das Haus auf Vordermann zu bringen. Ganz nebenbei kann sich Heimwerken positiv auf die eigene Gesundheit auswirken, denn die Aktivität kann Stress und Angst abbauen, die eigenen Problemlösungsfähigkeiten schulen, das Selbstwertgefühl steigern und die Kreativität anregen. Winterzeit ist also Heimwerkerzeit – und die folgenden Punkte sollten dabei auf Ihrer To-do-Liste ganz oben stehen:

Schubladen und Kästen überprüfen

Die Besteckschublade, die ständig spießt oder die Vitrine im Wohnzimmer, die sich nicht mehr ordentlich schließen lässt – wer kennt sie nicht, die nervenaufreibenden Ecken im Haus. Jetzt ist Zeit, um hier Hand anzulegen, Schrauben nachzuziehen oder fehlende Schrauben einzusetzen, Schienen auszutauschen und Beschläge zu erneuern.

Achten Sie bei Schubladen, die direkt aneinanderliegen, auf gleiche Höhen, um für ein stimmiges Gesamtbild zu sorgen, denn schon wenige Millimeter können störend wirken. Verstellen lassen sich die meisten Schubladen an der Seite. Mittels eines Kreuzschraubenziehers können Sie dort die Einstellschraube bewegen und so die Schublade entweder nach oben oder nach unten manövrieren. Auch die Front der Schublade sollte möglichst exakt in der Mitte liegen. Hierfür ist ebenso meist eine Einstellschraube auf der Seite verantwortlich, die die Front nach rechts oder links verschiebt. Doch Achtung: Mittlerweile gibt es etliche Schubladenhersteller und damit auch unterschiedliche Mechanismen. Im Zweifelsfall lohnt es sich daher, die Anleitungen des jeweiligen Möbelstücks aufzuheben und einen Blick darauf zu werfen.

Haben Sie es hingegen mit einer hängenden Schranktür zu tun, so sollten Sie zunächst überprüfen, ob alle Scharniere festsitzen. Ist dies der Fall, können Sie mit der Justier- oder Einstellschraube, die sich vorne am Scharnier befindet, die Höhe einer Schranktür verändern. Hierzu lösen Sie zunächst diese Schraube, richten dann – am besten zu zweit – die Tür gerade aus und ziehen die Schraube schließlich wieder fest. Wer sich mit einer Schranktür herumärgern muss, die nicht ordentlich schließt, kann das Problem mit der Fixierschraube lösen. Lösen Sie hierzu diese Schraube, die sich hinten am Scharnier befindet, schieben Sie die Tür in die gewünschte Position, und ziehen Sie die Schraube wieder fest. Sollte die Schranktür auch dann nicht ordentlich funktionieren, kann es sein, dass sie verzogen ist. Dann hilft meist nur noch, sie komplett zu tauschen.

Rollos erneuern

Rollos, die beim Herunter- oder Hinauflassen ständig spießen sind der nächste Albtraum im Eigenheim. Aber auch das lässt sich in den Wintermonaten rasch richten. Es empfiehlt sich zunächst, alle Rollos im Haus zu überprüfen und gegebenenfalls zu ersetzen. Hierbei spielt nicht nur die Funktionalität eine Rolle, sondern auch das Aussehen. Eine starke Sonneneinstrahlung kann die Lamellen nämlich im Laufe der Jahre ausbleichen oder bewirken, dass sie spröde werden. All das kann den positiven Gesamteindruck des Hauses schmälern.

Doch Achtung: Lässt sich ein Rollo gar nicht mehr betätigen, so ist Vorsicht geboten. Hausbesitzer sollten dann lieber den Profi kontaktieren, als selbstständig und mit viel Gewalt daran zu ziehen. Rollos bestehen aus mehreren Elementen, daher kann die Ursache für den Fehler sowohl bei den Lamellen selbst, im Rolladenkasten oder beim Rolladenband liegen. Wer hier unwissend selbst Hand anlegt, riskiert weitere Schäden.

Auch Fenster, die noch nicht mit Rollos ausgestattet sind, können jetzt nachgerüstet werden. Hierbei ist es wichtig, dass Sie korrekt Maß nehmen und die Rollos richtig montieren. Dafür gibt es auch online ausführliche Montageanleitungen.

Wände neu streichen

Die Wände im Eigenheim neu zu streichen, gehört zu den aufwendigsten Arbeiten. Kein Wunder, denn hierfür müssen Möbel verrückt und vor der Farbe geschützt werden, Böden, Lichtschalter und Fenster abgeklebt werden und es dauert, bis die Farbe trocken ist. Trotzdem trägt ein schönes Weiß, das Flecken und Löcher kaschiert, maßgeblich zum Wohlfühlambiente eines Zuhauses bei. Sie sollten dabei immer zuerst die Decke und dann die Wände streichen. Beginnen Sie außerdem bei den Wänden mit den Ecken und Kanten und heben Sie sich die Flächen für den Schluss auf. So vermeiden Sie unschöne Farbspritzer auf den frisch gestrichenen Wänden. Wer es bunter mag, hat jetzt außerdem die Chance, ein Zimmer oder eine Wand eines Raumes in einer anderen Farbe zu streichen. Im Fachhandel gibt es Farbkarten, um eine Vorstellung von Ihrer Wunschfarbe zu bekommen. Betrachten Sie diese am besten in wechselndem Licht. Manche Hersteller bieten Kunden zudem Mini-Farbtöpfe an. Damit können Sie probeweise eine Fläche streichen und sehen, wie die Farbe auf Sie wirkt. Im Trend liegen derzeit erdiges Beige oder zartes Rosé. Beide Töne passen perfekt zu Hausbesitzern, die Vintage-Möbel oder einen naturbelassenen Einrichtungsstil haben. Schon etwas mehr Mut erfordert ozeanisches Blau-Türkis und ganz Mutige entscheiden sich heuer für ein kräftiges Petrol oder einen heiteren Safran-Ton.

DIY-Projekt starten

Egal, ob Baumhaus oder Gartenbank – heutzutage lässt sich fast alles in wenigen Klicks bestellen. Doch so richtig wertvoll werden Möbel und Gegenstände erst, wenn man sie selbst herstellt. Zum einen kann das Einzelstück so komplett an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden und wertet das individuelle Haus zusätzlich auf. Zum anderen kann der Entstehungsprozess selbst in einer Welt, die immer digitaler und automatisierter wird, unheimlich befriedigend und sinnstiftend sein. Mittlerweile gibt es im Internet etliche Inspirationen für Do-it-yourself-Projekte jeglicher Art. Dazu Pläne und Videos, die zeigen, wie’s geht. Wie wäre es beispielsweise mit einem Couch- oder Beistelltisch aus alten Obstkisten, einer Sitzbank aus einem breiten Holzbalken oder einem selbstgebauten Hochbeet für den Garten?

Garten auf den Frühling vorbereiten

Apropos Garten: Kündigt sich dann im neuen Jahr wieder der Frühling an, so empfiehlt es sich möglichst bald ein Auge auf den Garten zu werfen. Ist der Zaun noch intakt? Funktioniert der Rasenmäher noch ordentlich? Oder drohen so manche Sträucher andere zu überwuchern? All das kann jetzt angegangen werden, damit spätestens zu Ostern wieder alles glänzt und die ersten Abende draußen genossen werden können. Wer zum Beispiel einen Holzzaun nach dem letzten Schnee neu streichen möchte, sollte ihn zunächst mit einem Schleifpapier oder einem elektrischen Schleifgerät abschleifen, um alte Farbreste zu entfernen. Danach sollte er mit einer Bürste gereinigt werden. Tragen Sie dann eine Imprägnierung auf, um den Zaun vor Schimmel oder Fäulnis zu schützen. Danach folgt ein erster Anstrich, der eher dünn aufgetragen wird und lediglich als Grundierung dient. Der zweite Anstrich – die gewünschte Zaunfarbe oder Lasur – wird sodann mit einem Pinsel oder einer Farbrolle aufgetragen.

Auch wenn so manch einer dem Sommer nachtrauert, so hat auch der Winter seine Vorteile – vor allem, wenn es darum geht, das Eigenheim zu verschönern. Heutzutage finden sich viele Tipps und Inspirationen im Internet, sodass etliche, unschöne Ecken selbst wieder auf Vordermann gebracht werden können. Anderes erfordert hingegen die Expertise eines Profis. Ganz nebenbei tut Heimwerken auch gut und kann für die Gesundheit äußerst förderlich sein. 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Letzter Artikel