Im neusten Vodcast von Andy Wolf auf Radio Lozärn gab der bekannte Schweizer Sänger Adrian Stern ein frühmorgendliches Ständchen und wog so die Hörerschaft sanft in den Tag. «Adi Stern 2025, das bin sehr fest ich, das hat damit zu tun, dass ich mich befreit habe von dem Producer-Ding, wo man Sounds, Beats und Synthi und alles verwendet. Zurück zum Handgemachten. Es hat auch mit der Erkenntnis zu tun, wo aus mit AI-Musik zu tun hat Ich habe AI-Songs gehört, gemacht von AI und dann habe ich gedacht, WOW, die sind perfekt. Das ist das, was wir früher immer haben wollten, nämlich den perfekten Pop-Song zu machen, der so professionell wie möglich tönt. Und dann habe ich gleichzeitig auch realisiert, das ist genau das, das ist ja langweilig. Jetzt nimmt es mich wunder, wenn man alles selbst macht, wenn das Menschliche maximal durchkommt. Und deshalb der ultra-handgemachte Version meines letzten Albums. Alles ging durch meine Stimmbänder und Finger durch».
Das neue Album heisst Bubble pur
Auf die Frage von Andy Wolf, ob diese Art von Musik auch vom Publikum angenommen werde, antwortet Adrian Stern: «Ich nehme mich da total raus in dieser Art von denken. Nun kann man natürlich sagen, ob das clever ist oder nicht. Ich glaube, ich bin nun schon so lange mit dabei und es funktioniert, ich kann von der Musik leben, in dem ich dem folge, was mein Gefühl ist und eben nicht überlege, was der Markt will. Ich glaube, dass sich tief drin die Menschen nach dem Menschlichen sehnen. Und es braucht eine schöne Co-Existenz von diesen beiden Sachen. Ich glaube, dass wir als Menschen nicht nur dem Digitalen hinterherrennen, das wir nun genug lang gemacht. Und da ist mega-praktisch und hat ganz viele Vorteile und Gutes, aber wie man immer noch lieber einen selbst gebackenen Geburtstagskuchen hat, der unglaublich fein ist und Erinnerungen an früher wach werden. Das Element gehört zu uns, davon leben wir. Ich lebe davon, es macht mich glücklich und ich glaube, dass dies das Wichtigste ist». Das Album Bubble pur erscheint am 12. September 2025.

Mit Second Hand Orchestra erfolgreich unterwegs
Mit Bubble pur hat der gebürtige Zürcher, der mit seiner Familie in Baden wohnt, sein neuntes Album herausgebracht. Daneben tourt er mit dem Second Hand Orchestra der begnadete Musikproduzent durch die Schweiz. Die 2017 gegründete Musikformation, bestehend aus Roman Ricklin, Daniel Schaub und Irène Brügger aka Frölein da Capo und eben Adrian Stern. In ihren multimedialen Konzertinszenierungen zu Ehren internationaler Musiklegenden wie zum Beispiel ABBA oder Beatles verweben sie eigene Songs von Mundartversionen von internationalen Hits. Sein prägendes Erlebnis in der Jugend war der Film «Back tot he Future», die ihn zum Gitarrenspiel brachte: «Ich war 10 Jahre alt und ging mit meiner Mutter ins Kino, denn man durfte erst ab 12 Jahren diesen Film sehen. Marty McFly geht in die Vergangenheit, er selbst spielt Gitarre und zeigt dann im Abschlusskonzert, in den 50-iger Jahren, spielt er wie Eddie Van Halen in den 80-iger Jahren. Das war eine so grosse Explosion von Rock’ n’Roll-Energie, die mich dazumal völlig umgehauen hat. Von da an habe ich meine Lego-Eisenbahn weggeschmissen und da, wo die Eisenbahn stand, kam dann die Bühne hin». Gottseidank, kann man da heute nur sagen.








