Im aktuellen Vodcast von Andy Wolf auf Radio Luzern begrüsste dieser den Geschäftsleiter der Genossenschaft Migros Luzern, Guido Rast zum Gespräch. Die Genossenschaft Migros Luzern ist eine von insgesamt zehn Genossenschaften mit Sitz in Dierikon im Rontal. Dabei handelt es sich um ein rechtlich eigenständiges Unternehmen innerhalb des Migros-Genossenschaftsbundes. Mit einem Umsatz von 1,5 Mrd. Franken ist die 1941 gegründete Migros Luzern die viertgrösste unter allen Migros Genossenschaften.
Als Erstes wollte Andy Wolf von seinem Gast wissen, wie es sich anfühle, Herr über 5’000 Angestellte zu sein: «Die absolute Zahl sagt mir an sich nicht so viel, da ich oft kleinräumiger unterwegs bin. Also in Filialen, in denen 40 bis 50 Personen arbeiten, da kommt einem das nicht in dieser Dimension vor. Ich bin nun seit 35 Jahren im Unternehmen tätig, wenn man viele Leute kennt, dann ist auch die Beziehung viel persönlicher».
Würde bringt Bürde
Guido Rast, der sich selbst als Macher-Typ bezeichnet, ist sich seiner Verantwortung durchaus bewusst. Es gebe Themen, die ihn mehr belasten würden als andere. Deswegen sei es sehr wichtig, dass gute Entscheidungen getroffen und die Themen frühzeitig angegangen würden. Aber man stehe immer in der Verantwortung, vor allem, wenn Veränderungen anstehen würden, spüre man das besonders. Das Wachstum zum bedeutenden Arbeitgeber in der Region ist gemäss Guido Rast auf das Supermarktgeschäft zurückzuführen. Die Betriebszentrale in Dierikon habe immer mehr Dienstleistungen erbracht, der Fleischverarbeitungsbetrieb kam dazu und die Logistik wurde immer grösser. Mit Gastronomie, Klubschulen, Fachmärkte, Sportcenter und andere Formate kamen weitere Geschäftsfelder dazu. Durch das Wachstum in der Zentralschweiz und den Fokus, dass man stark expandierte, wurde sukzessive mehr Personal benötigt. Heute sei man dankbar, dass man so viele grossartige Leute beschäftigen könne.
Die viertgrösste Genossenschaft
Zieht man den Marktanteil als Messgrösse bei, dann gehört die Genossenschaft Migros Luzern zur viertgrössten im Migros-Verbund. Dabei spiele diese Rangierung keine grosse Rolle, wichtig sei, so Guido Rast, dass jede Genossenschaft die optimale Dienstleistung für den Kunden erbringe. Trotzdem kann er sich nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass sein Unternehmen am erfolgreichsten sei und den Benchmark setze. Das sei auf die kontinuierliche Entwicklung, die man die letzten Jahre gemacht habe, zurückzuführen. Dabei hätten seine Vorgänger in den 70-er Jahren mit der Eröffnung diverser 3 M (Länderpark Stans, Surseepark und Zugerland) strategisch kluge Entscheide getroffen. Von diesen könne man bis heute profitieren. Und die folgenden Generationen hätten mit Bedacht geschaut, wo weitere Entwicklungsschritte vollzogen werden können.
Für die Position im stark veränderten Marktumfeld müsse man aber jeden Tag hart kämpfen, sich ausruhen liege nicht drin. Auf seine persönlichen Einkaufsgewohnheiten angesprochen, antwortet Guido Rast: «Die Familie Rast kauft nur in der Migros, manchmal noch im Denner ein». Ein klares Statement, dem nichts anzufügen ist.







