So investieren Sie richtig

Trotz anhaltender COVID-19-Pandemie bleibt die Zeit vielerorts nicht stehen. Dementsprechend verfolgen global auch weiterhin zahlreiche Anleger unterschiedliche Ambitionen an den internationalen Handelsbörsen. Das Besondere daran: Fast jeder Anleger verfolgt hierbei seine eigene Strategie. Speziell hinsichtlich möglicher Diversifikationsmaßnahmen unterscheiden sich die Meinungen der jeweiligen Marktteilnehmer zum Teil deutlich.

Darüber hinaus spielt es heutzutage bei vielen eine nicht unwichtige Rolle neben möglichen Risiken auch Themen wie Umwelt, soziale Verantwortung und vorbildliche Unternehmungsführung mit einfließen zu lassen – mithilfe der sogenannten ESG-Kriterien lassen sich solche Faktoren im Übrigen praktisch einbringen.

Weiterhin orientieren sich viele Anleger an greifbaren Anhaltspunkten, welche als Aufhänger möglicher Investitionen herhalten sollen. Die Auswahl möglicher Aktien erscheint schließlich endlos. Eine im Vorhinein getroffene Eingrenzung kann helfen, den Blick nicht verlaufen zu lassen und sich konkreter mit einzelnen Unternehmenskandidaten befassen zu können.

Beispielsweise mittels einer lokalen Eingrenzung lässt sich das Angebot an verfügbaren Unternehmensanteilen konkreter ausgestalten. Nicht zuletzt spielt hierbei die Unterteilung in verschiedene Volkswirtschaften eine entscheidende Rolle.

Auch mit gezieltem Blick auf die Schweiz lässt sich eine solche Abgrenzung in die Tat umsetzen. Die Schweiz gilt mitsamt ihrer dort ansässigen Aktiengesellschaften als vergleichsweise sicherer Hafen. In den Zeiten der Niedrigzinsen und des generellen Wirtschaftswachstums konnten auch die dazugehörigen Unternehmen vernünftige Geschäftsberichte vorweisen und dafür sorgen, dass Schweizer Aktienrenditen als attraktives Gut herhielten.

Mit dem Blick auf die weltweit anhaltende Corona-Pandemie zahlt es sich ebenfalls aus, Investitionen vorrangig bei Anlagen zu tätigen, welche mit längerfristigen Aufstiegschancen punkten können.

Warum gerade die Schweiz?

Die Schweizer Aktiengesellschaften schafften es in der Vergangenheit bereits des Öfteren, mit der nötigen Wettbewerbsstärke sowie Innovation aufzuwarten. Des Weiteren spielt es keine weniger wichtige Rolle, dass sich Anleger bei der Schweiz auf politisch stabile Strukturen einstellen können – im Gegensatz zu manch anderer Nation. Für den einen oder anderen mag es des Weiteren interessant erscheinen, dass durch das eigene Währungssystem etwaige Euro-Schwankungen durch volkswirtschaftliche Verbundaktionen der EU ausgelassen werden.

Diesen beispielhaften Vorteilen zuwider laufen die teils bereits hohen Bewertungen einiger Schweizer Unternehmen. Gleichwohl sei hierbei anzumerken, dass aufgrund der international ohnehin bereits nach oben geschnellten Marktpreisen kaum noch Schnäppchen in Form von unberechtigt unterbewerteten Unternehmen zu finden sind. Es bedarf ein gewisses Fingerspitzengefühl sowie das nötige Know-how, um dahingehend noch passende Entscheidungen treffen zu können.

Darüber hinaus dürfen Schweizer Aktien nicht an den EU-Börsen gehandelt werden. Was auf den ersten Blick womöglich wenig beeindruckend wirkt, kann auf den zweiten Blick zu einem echten Dorn im Auge werden – falls Kleinanleger einen Broker nutzen, welcher nur gegen erhebliche Gebühren das Investment in Schweizer Aktien zulässt.

Tipp: Soll trotz dessen nicht darauf verzichtet werden, Schweizer Werte im eigenen Portfolio einzubringen, kann auf einen passenden ETF ausgewichen werden. Dessen Handelbarkeit ist grundsätzlich nicht nur auf die Schweizer Börse begrenzt.

Eine anfängliche Aktienanalyse – man muss kein Profi sein

Sobald die Wahl darauf gefallen ist, sich näher mit Schweizer Aktien auseinanderzusetzen, stellt sich schnell die Frage nach einer passenden Unternehmensbewertung. Schließlich lässt sich als Laie auf den ersten Blick nur schwer erkennen, inwieweit bestimmte Unternehmen womöglich bereits weit überbewertet sind.

Grundsätzlich kann für ein solches Vorgehen beachtet werden, dass auch bereits kleinere Ambitionen dazu führen können, dass der potenzielle Anleger eine tiefgreifendere Vorstellung vom Unternehmen erhält. Mithilfe eines grundlegenden Verständnisses darüber, wie eine Cashflow-Veränderung über die Jahre zu verstehen ist oder wie sich simple Formen der Berechnung eines inneren Werts durchführen lassen, können bereits wertvolle Hilfestellungen geschaffen werden.

Folglich müssen es nicht alleinig professionelle Analysen sein, die dabei helfen, sich für die richtigen Unternehmen zu entscheiden – auch wenn diese zweifellos sehr viel mehr Gewichtung mit sich tragen.