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Luzern: Kindern und Jugendliche sollen gesünder essen

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Im Kanton Luzern werden Verpflegungsbetriebe für Kinder und Jugendliche neu mit dem Label «Fourchette verte – Ama terra» zertifiziert. Das Label zeichnet Betriebe aus, die bestimmte Qualitätsstandards für eine ausgewogene, kindergerechte und nachhaltige Verpflegung erfüllen. Als erster Betrieb im Kanton Luzern erhielt die schulische Tagesstruktur im Schulhaus Säli der Stadt Luzern die Auszeichnung.

Der Mittagstisch im Säli-Schulhaus Luzern wird zertifiziert (von links: Salvatore Alagna (Koch), Helena Barmettler (Projektkoordinatorin, BBZN Schüpfheim), Moreno Malagoli (Koch), Tamila Garcia Quintero (Mitarbeiterin Verpflegung), Susanne Schupp (Ernährungsberaterin, BBZN Schüpfheim), Isabelle Brunner (Programmleiterin Ernährung und Bewegung DIGE). Bild: HO

Neu bietet der Kanton Luzern im Rahmen des Programms «Ernährung und Bewegung» das Label «Fourchette verte – Ama terra» in den Kategorien Kleinkind und Junior an. Dieses Projekt knüpft an das Vorgängerprojekt «schnitz und drunder» an, welches der Kanton Luzern bis im Jahr 2015 umgesetzt hatte. Es motiviert Verpflegungsbetriebe wie Mittagstische, Kitas oder Schulkantinen, eine ausgewogene und nachhaltige Verpflegung anzubieten. Betriebe, die bestimmte Qualitätsstandards erfüllen, werden ausgezeichnet.

Der Zusatz «Ama terra» steht für den Aspekt der Nachhaltigkeit. So berücksichtigen die Menüplanung und der Einkauf der Lebensmittel neben den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Aspekten auch ökologische Kriterien, wie beispielsweise eine umweltgerechte Abfallentsorgung. Mit der Einführung des Labels decke man ein grosses Bedürfnis, erklärt Isabelle Brunner, Programmleiterin «Ernährung und Bewegung» der Dienststelle Gesundheit und Sport. «Eltern möchten wissen, welche Mahlzeiten ihre Kinder erhalten. Das Label steht für eine ausgewogene und nachhaltige Ernährung und trifft den Zeitgeist.»

Weniger Fett und Zucker

Die Betriebe werden jeweils von einer diplomierten Ernährungsberaterin beraten und begleitet. Sie prüft das bestehende Verpflegungsangebot und gibt Tipps, wie die Vorgaben von «Fourchette verte – Ama terra» erfüllt werden können. Ein zertifizierter Betrieb nutzt beispielsweise hochwertige Öle, reduziert die Fett-, Zucker- und Salzmenge, integriert bei jeder Mahlzeit Früchte und Gemüse und bietet Abwechslung mit Stärkebeilagen, Fleisch oder Fisch. Nach der Zertifizierung werden die Betriebe regelmässig überprüft und es findet eine Rezertifizierung statt.

Leistungsfähiger und besseres Immunsystem

«Fourchette verte» ist eine nationale Kampagne zur Gesundheitsförderung und zur Verbesserung der Ernährungsgewohnheiten. Im Kanton Luzern wird das Projekt «Fourchette verte» vom kantonalen Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung umgesetzt. Ziel sei, in den Betrieben das Wissen über nachhaltige und gesunde Lebensmittel zu vertiefen, sagt die Projektkoordinatorin Helena Barmettler. «Bereits in früher Kindheit wird das Essverhalten und die Ernährungsgewohnheiten für das spätere Leben geprägt. Mit dem Label regen wir Kinder und Jugendliche zu einem gesundheitsfördernden Ess- und Trinkverhalten an.» Eine gesunde, abwechslungsreiche Kost fördert die körperliche und geistige Entwicklung, stärkt die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit und das Immunsystem.

Erster Betrieb ausgezeichnet

Der Kanton Luzern hat das Projekt im vergangenen Jahr lanciert. Ende April ist mit dem Mittagstisch des Schulhauses Säli in der Stadt Luzern der erste Verpflegungsbetrieb mit dem Label «Fourchette verte» ausgezeichnet worden. Weitere Betriebe befinden sich aktuell im Prozess der Zertifizierung. Interessierte Betriebe können sich beim Berufsbildungszentrum Natur und Ernährung melden. Das Projekt «Fourchette verte» wird im Rahmen des Programms «Ernährung und Bewegung» von Gesundheitsförderung Schweiz finanziert.

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