Die Bee Gees waren eine englischsprachige Popgruppe der Brüder Barry, Maurice und Robin Gibb, die 1958 als Kinderband in Australien mit Beatmusik ihre musikalische Karriere begann. Ihr Falsett-Gesang zum Tanzfilm «Saturday Night Fever» macht sie zu Ikonen der Disco-Ära.

Mit mehr als 200 Millionen verkauften Alben gehörten die Brüder Gibb zu den erfolgreichsten Popmusikern der Geschichte. Bandleader und Hauptkomponist war Barry, der Älteste – und der einzige von ihnen, der noch lebt. Gibb hatte die Bee Gees in den 50er Jahren gemeinsam mit seinen beiden bereits verstorbenen Brüdern Maurice und Robin in Grossbritannien gegründet. Mit Songs wie «How Can You Mend a Broken Heart», «Too Much Heaven», «Nights On Broadway» und «Stayin’ Alive» hatte die Band Welterfolge gefeiert. Lieder, die sich auch nach 50 Jahren als immun gegen jedwede Abnutzung erweisen.

Mit mehr als 200 Millionen verkauften Alben gehörten die Brüder Gibb zu den erfolgreichsten Popmusikern der Geschichte. Foto: beegees.com

Ein Song für die Ewigkeit

Im Jahr 1977 kam Saturday Night Fever in die Kinos, mit einem Soundtrack voller Bee-Gees-Songs, von denen Stayin’ Alive wohl der markanteste ist. Der Hype um Disco explodierte nun endgültig, die Bee Gees verkauften zig Millionen Platten und wurden dank Saturday Night Fever – neben John Travolta, natürlich – zu vergötterten Stilikonen. Ein Song für die Ewigkeit.

2006: Das Ende der Hit-Band

Am 12. Januar 2003 starb Maurice Gibb wenige Tage nach einer Darmoperation. Das bedeutete noch nicht sofort das Ende der Bee Gees, aber es gab keine gemeinsamen Projekte mehr. Während Barry Gibb das Album Guilty Pleasures mit Barbra Streisand herausbrachte und auch mit Cliff Richard zusammenarbeitete, unternahm Robin Gibb einige Solo-Tourneen. Offiziell wurde das Ende der Bee Gees im September 2006 bekanntgegeben.

Barry Gibb lebt seit langem in Florida, USA, während Robin seinen Wohnsitz in Oxfordshire, England, hatte. Im Mai 2004 erhielten Barry und Robin Gibb die Ehrendoktorwürde der Universität von Manchester. Robin Gibb, der auch die posthum an seinen verstorbenen Zwillingsbruder Maurice verliehene Ehrendoktorwürde entgegennahm, starb am 20. Mai 2012 an den Folgen einer langjährigen Krebserkrankung.