Er ist Comedian, Schauspieler, Kinospeaker, Künstler und Dozent – und das alles in Personalunion. Wir sprechen von Rob Spence, der ursprünglich aus Down Under, also Australien stammt und schon seit Jahren feste Wurzeln in der Schweiz geschlagen hat. Im neusten Vodcast von und mit Andy Wolf auf Radio Lozärn blickt er auf sein bewegtes Leben zurück und gibt ein Update über die aktuellen Projekte.
Rob Spence: «Im Augenblick bin ich zur Hauptsache immer noch Comedian, mit Shows an Firmenanlässen und ein paar Liveshows. Aber fokussiert bin ich auf Coaching für Humor in Firmen, Humortraining für Führungskräfte. Und Ende Jahr führen wir ein Musical mit Marco Rima und Bastian Baker, wo auf Tanzskills fokussiert wird, auf».
Ein Performer durch und durch
Aus seinen Anfängen, damals noch in Australien, angesprochen, antwortet Rob Spence wie folgt: «Als Kind mit fünf Jahren habe ich gesagt, dass ich Clown werden möchte. Aber das ging dann irgendwie vergessen. Ich war immer so dramatisch, habe lustige Sachen gemacht, meine Mutter sagte, er wird Schauspieler. Aber es war immer so im Hinterkopf, in Australien, wo ich aufgewachsen bin, herrscht eine Macho-Gesellschaft vor, und wenn du versucht hast, etwas theatralisches oder Tanz zu machen, wurdest du als schwul eingestuft. Mit 18 Jahren habe ich dann Breakdance für mich entdeckt und sagte mir, ja, das ist meine Welt. Comedy kam dann sehr schnell dazu. Ich wollte dann nichts anderes machen als das. Da war ich siebzehn, achtzehn Jahre. Leute zu unterhalten, gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Ich bin ein Mensch, der gerne Leute glücklich macht. Ich sehe nicht gerne unglückliche Menschen, die Leute mit schlechter Miene, das tut mir weh. Das Leben ist so schön. Und für mich ist das Schönste, in lächelnde Gesichter zu blicken. Das ist meine grösste Belohnung, auch wenn ich Shows und Workshops mache und den Leuten zeige, dass du nicht nur Konsument von Comedy bist, sondern auch selbst Producer von dieser sein kannst».
Ebenfalls Dozent an der HWZ
Sein grosses Wissen über Humor und Comedy gibt Roby Spence an der Hochschule für Wirtschaft in Zürich, kurz HWZ, an Führungskräfte weiter: «Wenn ich solche Workshops anbiete, dann kommen Leute zu mir, die das Thema auch verstehen. Und die wissen, um was es geht. Das sind schon Führungskräfte, die Humor haben und auch sehen, welches Potential Humor für die Firma hat. Und dann geht’s für mich auch einfacher». Hier hilft ihm sicherlich seine über 40-jährige Bühnenpräsenz und Erfahrungen, die er dabei gewonnen hat. Wie sich der Humor in dieser Zeit verändert habe, wollte Andy Wolf von seinem Gast wissen: «Grundsätzlich überhaupt nicht. Es kommt auf das Land an, wo es eine Entwicklung gibt. Standup-Comedy zum Bespiel hat in den fünfziger Jahren in Amerika angefangen. Dann war es in England in den sechziger Jahren, in den siebziger Jahren in Australien, in Deutschland dann in den neunziger Jahren. Und jetzt ist es vor ein paar Jahren auch in der Schweiz angekommen».
Rob Spence, der dieses Jahr sechzig Jahre alt wird, legt grossen Wert auf Fitness. Die benötigt er auch für seine Rolle als Big Daddy in der Neuauflage des Kultmusicals «Keep cool» der neunziger Jahre. Dabei macht er ab dem 18. Dezember 2026 auch im KKL auch in der Zentralschweiz halt. Tickets können heute schon auf der Webseite gebucht werden.







