Im zarten Alter von 14 Jahren entdeckte der Luzerner Seya Eggler die Liebe zur Fotografie und machte mit spektakulären Landschaftsaufnahmen, die er durch eine Glaskugel aufnahm, von sich reden. Sein Weg geht seither steil bergauf. So verbringt er mittlerweile einen grossen Teil seiner Zeit auf den Formel-1-Rennstrecken der Welt und hält diese faszinierende Welt in Bildern fest. Wie es dazu kam und welche Pläne der 24-Jähirge noch hat, darüber sprach er in der Morgenshow von Radio Lozärn bei Andy Wolf.
Seya Eggler: «Die Fotografie, das würde ich mal so sagen, habe ich nicht im Blut. Es tönt zwar danach, wenn man das seit dem 12. Lebensjahr macht. Aber ich habe sehr schnell und pragmatisch herausgefunden, weil ich die ganze Zeit mit Videospielen beschäftigt war. Und dann habe ich gemerkt, auch mit Druck von aussen, dass das keineswegs eine gute Sache ist. Es hat sehr viel Vor- wie aber aber auch Nachteile. Als ich dann von dieser Sucht weggekommen bin, habe ich mir eine günstige Kamera geschnappt und machte dann Bilder und Videos. Und aus dem heraus hat sich dann das Ganze entwickelt.»
Mit Landschaftsbildern Akzente gesetzt
Erste Duftmarken, die ihn auch bekannt machten, setzte Seya Eggler mit Landschaftsaufnahmen, die er immer aus einer bestimmten Optik aufnahm. Dadurch wurden auch grosse Firmen und Institutionen auf ihn aufmerksam. «Es war auch wieder ein Social-Media-Thema, da gab es zwei drei Leute, die das von mir angeschaut haben und dann bin ich relativ schnell zu diesen Grössen wie Schweiz Tourismus, Mammut, Trek Bikes. Ich konnte trotz meinen jungen Jahren schon gut connecten, hatte natürlich auch den Bonus der Jugendlichkeit, was natürlich nicht selbstverständlich war. Denn wenn du jung bist, wollen dir die Leute helfen, sie sehen dich nicht als unmittelbare Konkurrenz. So wirst du weiterempfohlen und kommst vom einen zum anderen».
Netzwerk ist das A und O
Seine Stärke führt Seya Eggler im Zusammenbringen der richtigen Leute und Projekte zurück. «Das ist, was ich am besten kann. Ich bin sehr wahrscheinlich viel schlechter im Filmen und fotografieren, es ist das Netzwerk, was mir am meisten liegt». So kam es auch zum Engagement beim Sauber-Rennstall, für den Seya Eggler zwei Saisons tätig war. Nach einem ersten Anlauf, der aber nicht hinten los ging, bekam er eine zweite Chance und hielt rund fünfzig Formel-1-Rennen mit seiner Kamera fest. «Die Formel-1 ist eine eigene Welt. Man kann es eigentlich gar nicht so genau beschreiben, wenn man es nicht selbst erlebt hat. Es gibt wahrscheinlich viele ähnliche Sachen, einen Skizirkus, den man vergleichen kann. Es gibt auch den Tennisbereich, Fussball und so weiter. Es ist aber schon etwas ganz Eigenes. Es sind nur gerade zwanzig Fahrer à 10 Teams, nächstes Jahr sind 11 Teams à 22 Fahrer. Das ist so konzentriert auf so wenige Leute. Schon alleine zwei Fussballteams haben mehr oder gleich viele Leute. Es ist sehr viel Geld im Spiel, das merkt man auch, denn es ist auch sehr viel Druck spürbar. Man muss sich behaupten können, damit man drinbleiben kann. Das sieht man in allen Facetten».
In seiner spärlichen Freizeit lässt es Seya Eggler mit seinem Oldtimer, einem knuddeligen VW-Käfer, bedeutend ruhiger angehen. Aber auch hier gilt das Motto: Benzin im Blut.







