Schweizer Köche gehören schon längst zu den besten der Welt, obwohl die Konkurrenz aus den skandinavischen Ländern gross ist. Einer, der junge Talente auf ihrem Weg an die Spitze begleitet, ist der Krienser Mario Garcia, dem die bedeutende Auszeichnung des Kochweltmeisters bereits zwei Mal verliehen wurde, Und nun gibt er sein grosses Wissen und seine Erfahrung als Coach der Schweizer Kochnationalmannschaft an junge Talente weiter. Die Schweizer Kochnationalmannschaften sind das kulinarische Aushängeschild des Schweizer Kochverbands.
Mit Leidenschaft und Können vertreten sie die Schweizer Farben an internationalen Wettbewerben, darunter die Olympiade der Köche und der Kochnationalmannschaft. Im Vodcast von Andy Wolf auf Radio Lozärn gewährte Mario Garcia einen Blick hinter die Kulissen der Kochnationalmannschaften. Von Andy Wolf nach der wertvollsten Auszeichnung befragt, antwortet Mario Garcia: «Der Weltmeistertitel 2014. Es ist der einzige Pokal, der mittlerweile noch in meiner Wohnung steht. Ich habe vor einem Jahr den Originalpokal vom Geschäftsführer des Kochverbandes erhalten. Es ist der einzige Pokal, der eine Bedeutung hat und der einzige Erfolg, der eine Bedeutung hat. Weil wir megalange darauf hingearbeitet haben, weil es ein megagrosser Traum war, es ein perfektes Team war und weil wir diesen Titel mit ganz viel Liebe und Leidenschaft, ohne Druck, geholt haben».
Hartes Training hat sich ausgezahlt
Der Erfolg kam nicht von ungefähr, wie Mario Garcia weiter ausführt: «Ich glaube, es ging viel über die Teamkonstellation, die Liebe zueinander, es war wie eine Familie. Wir waren jung, wild und haben kulinarisch megacoole Sachen gemacht. Und ich glaube, dass das schlussendlich der Weg zum Erfolg war. Das waren zwei Jahre Training, ich bin 2010 Weltmeister geworden, zum ersten Mal, und unmittelbar danach ging es weiter. Man trainiert, man perfektioniert die Gerichte und die Sachen, die man präsentiert. Ja, es ist ein Weg zur Perfektion, die ich heute ein wenig anders anschaue als damals. Man muss Leute davon überzeugen, dass das, was man macht, das Beste ist». Unvergessen im Wettbewerbsmenü bleibt der modern interpretierte Wurst-/Käsesalat auf einer Gruyère-Krokette, die selbst die Asiaten umgehauen hat.

Auch als Störkoch unterwegs
Neben seiner Tätigkeit als Coach und Berater der Schweizer Kochnationalmannschaft hat Mario Garcia sein eigenes Unternehmen, das exklusive Events und Kochkurse organisiert und bei denen er seine Rezepte entwickeln und verfeinern kann. Seine Lieblingstätigkeit ist und bleibt aber das Kochen. «Es gibt kein Zaubergewürz. Das Zaubergewürz beim Kochen ist Liebe und Leidenschaft. Und nachher ist es sicherlich auch ein gewisser Teil Talent. Das Bild, oder das Empfinden für Farben, Formen und Geschmäcker, die man irgendwie in eine Harmonie zusammenbringt. Und das kann ich auch nicht erklären». Ein nächstes Mal kann man die herausragende Küche von Mario Garcia über die Festtage in St. Moritz geniessen, wo er mit einem Pop-up-Restaurant die Schönen und Reichen von Kaviar und Trüffel wegholt, wie er selbst sagt. Die wenige Zeit, die ihm während den Festtagen noch bleibt, verbringt er mit Freunden und seiner Mutter, die ihm angekündigt hat, dass es ein Raclette an Heiligabend gibt. Man sieht, auch ein Starkoch kann durchaus an einem währschaften Gericht Gefallen finden. En Guete!








