Im neusten Vodcast von Radio Lozärn befragt Andy Wolf den Sänger und Songwriter Philipp Koller nach seinen Wurzeln und wie er zum Musiker wurde: «Schon als kleiner Bub habe ich Klavier gespielt. Ich habe zwei Brüder, die sind jeweils abends weg gewesen und dann habe ich mich irgendwie alleine unterhalten müssen. Dann habe ich angefangen, meine Lieder auf dem Klavier zu spielen und das hat sich dann so entwickelt, dass ich meine eigenen Songs aufgenommen habe».
Wie er neben seinem reich befrachteten Programm als Unternehmensberater und Marketingexperte noch Zeit für die Musik findet, wollte Andy Wolf wissen: «Die Musik mache ich am Wochenende, am Feierabend und es ist ja nicht immer so, dass ich an der Musik bin, sondern mehr, wenn mich die Muse packt und auch erst dann können die guten Sachen entstehen».
Der Künstlername ist Programm
Mit dem Bandnamen «Utoquai» verbindet Philipp einerseits seine Jugend, die er oft am gleichnamigen Abschnitt des Zürcher Seebeckens verbrachte und dabei erste Erfahrungen als Strassenmusiker machte. Andererseits birgt der Ort von Schönheit über Lebensfreude bis zur Kriminalität eine extreme Dichte an inspirierenden Aspekten, die oft Ausgangspunkt für neue Songs sind. Ausschlaggebend für den Namen war jedoch eine spontane Jamsession mit Freunden am Utoquai. Live ist Utoquai von Zeit zu Zeit in der Zürcher Altstadt zu sehen, wo er jeweils auch seine Songs uraufführt.

Der Musikstil
Andy Wolf wollte weiter von Philipp Koller wissen, wo er sich musikalisch einordnet: «Zuhause bin ich im Indie Pop, wenn du so willst, das ist eigentlich Utoquai. Es ist ein bisschen Pop mit starken Beats, zum Teil auch mit Bläsern, ich habe gerne so grosse Arrangements und auch ein wenig Charakter. Ich habe nicht gerne den weich gewaschenen Pop». Das neuste Projekt von Projekt von Philipp Koller trägt den Namen «Frauefeld»: «Damit wollte ich die Social-Media-Problematik ansprechen, zu viele junge Leute verlieren sich in dieser Welt. Ich habe einen Song geschrieben über eine Influencerin, die in Dubai eine Karriere machen will und dann aus der Bahn geworfen wird, am Leben zweifelt. Und sie kommt eben aus Frauenfeld und dann überlegt sie sich, wo sie ihren Ursprung hat und was sie wirklich glücklich gemacht hat. Das war in Frauenfeld, als sie ein Mädchen war und ein Picknick auf dem Feld gemacht hat».
Man spürt aus diesen Zeilen, dass dem Songwriter das Thema Text sehr wichtig ist. «Ich kann keinen Song mit guter Musik schreiben und irgendeinen Text dazu. Den wälze ich in meinem Kopf hin und her und plötzlich entsteht etwas Originelles, es muss ein wenig Spass machen, knackig sein und eine Pointe haben. Und wenn es dann für mich stimmt, das spüre ich dann so. Ob es für die anderen stimmt, weiss ich nicht. Auf jeden Fall finde ich dann, so, jetzt passt es und dann haben wir den richtigen Text zum Sound». Wer nun mehr über «Utoquai» und dem innovativen Mann dahinter, Philipp Koller, erfahren möchte, dem sei der Gang auf seine cool gestaltete Webseite empfohlen.








