Als «Goof der Nation» wurde sie mit Kurt Felix bei Teleboy berühmt, gestern feierte sie ihren 80. Geburtstag. Ursula Schäppi hat einen sehnsüchtigen Wunsch: Sie möchte noch einmal als Schauspielerin auf der Theater-Bühne stehen oder eine TV-Rolle ergattern.

So richtig populär wird sie an der Seite von Walter-Andres Müller als Ehepaar Adam und Eva Chifler in der Unterhaltungs-Show «Traumpaar». Für die Sketche mit dem keifenden Ehepaar werden die beiden 1987 mit dem Prix Walo ausgezeichnet. Bild: SRF:

In einem Radio-Interview sagte Schäppi gestern: «Schauspielerei ist mein Beruf und ein Geschenk Gottes. Ich bete jeden Tag, dass ich noch einmal eine Rolle am Theater erhalte oder fürs TV arbeiten darf. Ich könnte ja eine Grossmutter spielen», so die Zürcherin. Sie habe sich total zurückgezogen, nur noch wenige Freundinnen und ihr liebes Hündchen Thilo seien ihr wichtig.

Jahrelang litt sie an schweren Depressionen, diese habe sie nun aber im Griff. «Ich fühle mich nicht wie 80, sondern eher wie 70!» In ihrem Zuhause in Thalwil blickt Ursula Schäppi auf ein reiches Leben zurück – und sie geht jeden Tag mindestens eine Stunde spazieren.

An der Seite von Walter-Andres Müller

So richtig populär wird sie an der Seite von Walter-Andres Müller als Ehepaar Adam und Eva Chifler in der Unterhaltungs-Show «Traumpaar». Für die Sketche mit dem keifenden Ehepaar werden die beiden 1987 mit dem Prix Walo ausgezeichnet. Ein emotionaler Moment folgt 2013, als Ursula Schäppi mit dem Prix Walo für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wird. «Du wirst einmal die Mutter der Nation», habe Harald Juhnke einmal zu ihr gesagt.

Mit ihm stand sie in Deutschland gemeinsam auf der Bühne. Sie sei heute zwar nicht die «Mutter der Nation», meint die 80-Jährige im Interview mit dem SRF und fügt zuversichtlich an: «Ich könnte aber ja immer noch zur ‹Grossmutter der Nation› werden.» Denn Ursula Schäppi ist immer noch voller Tatendrang und kann sich gut vorstellen, noch bis 90 auf der Bühne zu unterhalten.

Bei jedem Wetter in der Natur

Der Alltag mit 80 Jahren ist für Ursula Schäppi «ganz normal». Aufstehen, Thilo ausführen, frühstücken und ihren Kraftort aufsuchen. Lange Spaziergänge auf der Halbinsel Au – egal ob’s regnet oder schneit – gehören bei ihr zum alltäglichen Ritual. Zurück in ihrem Daheim wird zu Abend gegessen und anschliessend im Bett noch etwas fern geschaut.