Und wieder nahm ein hoffnungsvoller Jungunternehmer in Andy Wolf’s Morgenshow auf Radio Lozärn auf dem Interviewstuhl Platz. Es handelt sich dabei um den 22-jährigen Luzerner Nils Lötscher, der vor anderthalb Jahren mit seiner Firma Lötscher Grafikstudio den Weg in die Selbstständigkeit wagte. Über die Beweggründe sagt er: «Es kam quasi über Nacht, ich war als Grafiker angestellt. Aber ich hatte schon als kleines Kind grosse Freude daran, selbst Dinge zu machen und durchzusetzen. Dann habe ich den Entscheid gefällt, dass ich es fortan selbst mache, denn ich bin jung, diese Zeit kommt nicht mehr zurück. Ich sagte mir, du hast jetzt noch die Möglichkeit, im jungen Alter etwas zu bewegen. Und dann dachte ich mir, do it». Die Frage habe er in dieser Form erwartet, so ehrlich war Nils Lötscher, deshalb habe er sich entsprechend darauf vorbereitet.
Den richtigen Zeitpunkt für sich definiert
Den Sprung ins kalte Wasser des Unternehmertums habe er bewusst in jungen Jahren gewählt, denn momentan sei er noch frei, ohne familiäre Verpflichtungen, was das Ganze erleichtere. Ihm war es wichtig, den Schritt konsequent durchzuziehen und keine Kompromisse zu machen. Die Erfahrungen für seine berufliche Weiterentwicklung könne er nun on the Job, wie er sagt, im Nils Lötscher Style machen. Nach dem Start habe er grossartige Leute kennenlernen dürfen, die ihn mit spannenden Projekten eingedeckt hätten. Aber es sei nach der Gründerphase natürlich noch nicht dort, wo er sein möchte. Für die Zukunft sei er jedoch sehr zuversichtlich und freue sich, viele neue Kontakte knüpfen zu können.
Der Allrounder in Sachen Werbung
Auf seine Lieblingsfrage, was er denn nun alles anbiete, antwortet Nils Lötscher wie folgt: «Ich biete drei Sparten an, nämlich Werbetechnik, Grafik und Druck. Von da komme ich auch. Werbetechnik bildete den Ursprung, das macht neunzig Prozent meines Geschäftes aus. Dann kommen noch der Grafik- und Druckbereich hinzu. Zum Teil Werbetechnik gehören zum Beispiel Fahrzeug- und Schaufensterbeschriftungen, alles, was mit Folien und Klebefolien zu tun hat». Der Anwendungsbereich sei dabei völlig offen und vielfältig. Der Druckbereich gestalte sich mehrheitlich klassisch mit Visitenkarten und Broschüren. Hinzu kommen die Gestaltung von Webseiten und Logos im Grafikbereich. Die fehlende Erfahrung, die ihm auch schon unterstellt wurde, macht er mit dem Argument der Jugendlichkeit und neuen Ideen wett, mit denen er seine Kunden überzeugt. Er legt grossen Wert auf ein unkompliziertes, persönliches Miteinander und präsentiert Lösungen, die den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Und damit sei er bisher sehr gut gefahren.
KI als Chance erkennen
Nils Lötscher sieht die künstliche Intelligenz mehr als Chance, denn als Bedrohung. Sie biete ihm eine Hilfestellung bei seinen diversen Projekten, eine Welt ohne KI könne er sich gar nicht mehr vorstellen. «Wenn ich eine Idee habe, dann diskutiere ich mit der KI und mache ihn so zu meinem Mitarbeiter». Einen Namen habe er nicht, aber das komme noch, dafür brauche es nur eine Einstellung. Sagts und lacht herzhaft darüber.







