Im neusten Vodcast von und mit Andy Wolf auf Radio Lozärn stellt sich der Gast, nämlich Sascha Ruefer, gleich selbst vor: «Wenn ich mich selbst vorstellen muss, bin ich der Sascha Ruefer vom Schweizer Fernsehen. Ich kommentiere die Schweizer Fussballnationalmannschaft und moderiere das Sportpanorama. Und dann weiss eigentlich jeder, der ein klein wenig an Sport interessiert ist, wer ich bin.» Er möchte aber nicht nur auf diese Schiene reduziert werden, da seine Liebe zur Volksmusik immer wieder durchschlägt: «Ich mache das nach wie vor gerne, beim Volksschlager auf dem Heitere Open Air, das ist für mich zu einem Familienfest geworden. Der Rosario Galliker, der das immer wieder organisiert, gehört zu den führenden Organisatoren in dieser Branche. Das ist schon ein wenig eine Ehre, ein grosses Familienfest, das jeweils im August stattfindet».
Der Vater brachte ihn zur Volksmusik
«Es ist nicht so, dass ich von Anfang an diese Art von Musik gehört habe. Ich bin tatsächlich durch meinen Vater dazu gekommen, der Andy Borg und sein Adios Amor bei geöffneten Fenstern gehört hat. Unser Haus lag am Schulweg und meine Schulkameradinnen und -kameraden haben mich immer ein wenig schräg angeschaut, wenn mein Vater so gesungen hat. Da habe ich diese Musik eher nicht so gut gefunden. Ich bin erst Schritt für Schritt reingekommen, als ich Ersatzmoderator für den Sänger Leonard bei Hit auf Hit sein durfte, wurde diese Musik dann auch für mich präsent. Und dann lernst du die Leute kennen, du lernst das Rundherum kennen, der Grandprix der Volksmusik war dann der erste Schritt und mittlerweile habe ich eine Beziehung zu diesen Interpreten und Interpretinnen aufgebaut».

Umzug in die Zentralschweiz als Lottosechser
Dem Umstand, dass er in der Zentralschweiz, genauer in Schenkon, Wurzeln geschlagen hat, liegt einer schönen und nicht alltäglichen Geschichte zugrunde: «Eine Wette, eine verlorene Wette hat mich an den Sempachersee gebracht. Ich habe bei der damaligen Radiosendung Uri, Schwyz und Untergang mitgemacht und habe dort gegen eine Kandidatin aus Sursee gespielt. Und es ging darum, im Jahr 2006, wie viele Medaillen holen Schweizerinnen und Schweizer an den Olympischen Spielen in Turin. Meine Gegnerin sagte, sechs Medaillen und ich habe gelacht und gesagt, das sei unmöglich – sie würden eher unter ferner liefen sein. Dann fragte die Moderatorin, was ich denn machen würde, wenn die Sportler die sechs Medaillen holen würden. Ja, dann laufe ich nach Luzern und damit hat sich’s. Ich habe die Wette verloren, die Schweizerinnen und Schweizer holten sechs Medaillen und ich musste laufen, nämlich von Grenchen nach Luzern. Ich habe in Nottwil einen Halt gemacht, dann kam ein Journalist der Luzerner Zeitung und fragte, was mir hier so gefällt und ich sagte, die Region gefällt mir super, wenn ich über den Sempachersee blicke, das wäre so schön, hier zu wohnen. Kurz darauf bekam ich vom Gemeindeschreiber von Schenkon Post. Ich war offen und bin tatsächlich auch schauen gegangen».
Die Begeisterung hat bis heute angehalten. Heute lebt er mit seiner Partnerin Eliane Müller und seit kurzem mit Tochter Elisa in Schenkon und betreibt als Gastgeber dieweinerei1877 in Geuensee, wo er mit Freunden auch mal herunterfahren und auf der Coach ein gutes Gespräch führen kann, bevor es wieder an ein Fussballspiel irgendwo auf dieser Welt geht.








