Für das Luzerner Theater muss ein Neubau her, ist man sich nach langen Diskussionen in Luzern einig. Doch zwei eidgenössische Kommissionen befürchten eine schwere Beeinträchtigung des Ortsbilds, falls das 180-jährige Gebäude abgerissen wird.

Foto: www.luzernertheater.ch

Während sich Politiker der Stadt, des Kantons sowie Luzerner Denkmalschützer für einen Neubau aussprechen, kommt nun Widerstand aus Bundesbern. Grund ist ein Gutachten von Denkmalschützern aus Bern, das im Sommer 2019 verfasst wurde: Ein Abbruch des Theaters würde zu einer «schweren Beeinträchtigung des Ortsbilds von nationaler Bedeutung führen», heisst es in dem Gutachten. Deshalb müsse der 180-jährige Bau zwingend erhalten bleiben.

Das alte Theater soll das dominante Element bleiben

Die Eidgenössischen Kommissionen für Denkmalpflege (EKD) und Natur- und Heimatschutz (ENHK) stellen sich deshalb klar gegen Abrisspläne. Einer Sanierung und Erweiterung des Luzerner Theaters stehen sie hingegen offen gegenüber. Das alte Theater müsse aber immer das dominante Element bleiben.

Foto: www.luzernertheater.ch

Luzerner Theater zählt zu den grössten Zentralschweizer Arbeitgeber

Das Luzerner Theater wurde im Herbst 1839 mit Schillers «Wilhelm Tell» eröffnet und verfügt inzwischen über 481 Plätze. Es ist das einzige, staatlich subventionierte, professionelle Theater in der Zentralschweiz. Es ist ein typisches «Dreisparten-Haus» – aktuell unter der Leitung von Intendant Benedikt von Peter – mit einem Musiktheater-Ensemble, einem Schauspiel-Ensemble und dem «Tanz Luzerner Theater» unter der künstlerischen Leitung von Kathleen McNurney.

Dazu ist dem Luzerner Theater ein Figurentheater – jedoch ohne eigenes Ensemble – angeschlossen. Das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) ist ein wichtiger künstlerischer Partner des Musiktheaters. Mit etwa 400 temporären und fest angestellten Mitarbeitern (ohne LSO) in der Kunst, Technik und Administration liegt das Luzerner Theater auf Platz 61 der grössten Zentralschweizer Arbeitgeber.