Mit «Swiss Sports History» wird Schweizer Sportgeschichte digital erlebbar, bewahrt und kann erforscht werden. Es handelt sich um ein nationales Projekt unter Beteiligung des Historischen Seminars der Universität Luzern – diese Woche erfolgte die offizielle Eröffnung des entsprechenden Portals.

Szene vom Internationalen Leichtathletik Meeting in Zürich, 1967. (Bild: ETH-Pics, Com_L16-0539-0002-0001).

www.sportshistory.ch erleichtert den Zugang zur Sportgeschichte der Schweiz und sorgt dafür, dass das kulturelle Erbe des Sports erhalten bleibt. Schulische Vermittlung sowie Informationen für Medien, Forschende und die breite Öffentlichkeit stehen im Zentrum des nationalen Portals, das diese Woche an einer Pressekonferenz im Schweizerischen Sozialarchiv Zürich vorgestellt wurde. Eine der Bestrebungen ist es, Sichtweisen jenseits von Sieg und Niederlage zu liefern, etwa hinsichtlich von Fragen der Integration und Exklusion im Sport.

Geschichte kann spielerisch und übersichtlich erlebt werden

Die Arbeit mit digitalen Tools sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen ist für Michael Jucker eine grosse Stärke des neuen Angebots. Der Privatdozent und Lehrbeauftragte für Sportgeschichte, Geschichte des Mittelalters und Renaissance am Historischen Seminar der Universität Luzern ist Projektleiter von Swiss Sports History. «Geschichte wirkt für viele Menschen häufig trocken und wenig erfahrungsbezogen», wird Jucker in der Medienmitteilung zitiert.

Genau hier setze das Projekt an: «Am Computer oder am Tablet kann man Geschichte spielerisch und übersichtlich erleben. Unsere Zeitzeuginnen und Zeitzeugen können zudem authentisch über Ausschlusserfahrungen im Sport, aber auch über Erfolgserlebnisse berichten.» Insbesondere Kinder und Jugendliche würden von diesen Erfahrungen profitieren – «deshalb setzen wir den Fokus auf das Thema Integration und Exklusion, denn dies beschäftigt junge Menschen beinahe täglich».

Breite Unterstützung

Unterstützt wird Swiss Sports History mit einer Anschubfinanzierung vom Schweizerischen Nationalfonds, der Gebert Rüf Stiftung sowie der Universität Luzern. Es bestehen schweizweit Kooperationen mit zahlreichen universitären Zentren und Gedächtnisinstitutionen. Lokal ist die Pädagogische Hochschule Luzern eine wichtige Partnerin im Bereich Vermittlung.