Betrügerische Absichten im Internet nehmen immer weiter zu. Viele Betrüger versuchen, Mailprogramme zu hacken und so sensible Daten abzugreifen. Verschiedene Email-Provider sind unterschiedlich sicher. Anwender sollten unbedingt darauf achten, dass ihre Daten verschlüsselt versendet werden.
Mailprogramm mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nutzen
Viele der am häufigsten genutzten Mailprogramme erfüllen nicht die aktuellen Sicherheitsstandards. Anbieter wie Gmail oder Outlook sammeln die Daten ihrer Nutzer. Sie können empfangene Emails öffnen und daraus mit der Zeit ein Nutzerprofil erstellen: Wie viele Mails werden am Tag empfangen, wie viele geschrieben, welche Inhalte werden geöffnet und wie viel wird online bestellt?
Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung samt Null-Zugriff-Verschlüsselung kann diese Datensammlung per Email verhindern. Mailanbieter, die diese Features anbieten, haben garantiert keinen Zugriff auf das Postfach ihrer Nutzer. Sie stehen für Datenschutz statt Datensammlung.
Verschlüsseltes Postfach schützt vor Phishing und Betrügern
Ein sicheres Mailprogramm ist besonders wichtig, um Betrüger effektiv abzuhalten. In normalen Programmen teilen Mail-Tracker den Absendern und Werbetreibenden mit, welche Nachrichten gelesen und angeklickt werden. Die Nutzung des Postfachs ist somit nachvollziehbar und auswertbar. Professionelle Mailprogramme schützen ihre Nutzer vor diesen digitalen Spionen und hindern Unternehmen daran, Daten zu sammeln.
Nur wer sein Postfach entsprechend schützt, kann Zugriffe von Fremden dauerhaft verhindern. Ein sicheres Passwort samt einer Zwei-Faktor-Authentifizierung sind neben einer guten Verschlüsselung sehr wichtige weitere Hilfsmittel, um den Zugriff von aussen abzuwehren.
Vorsicht bei Erpresser-Mails
Betrüger lassen sich immer wieder neue Betrugsmaschen einfallen, die sie immer häufiger auch per Mail versenden. Erpresser-Mails sollten immer mit Vorsicht genossen werden – bestenfalls sollten sie ungelesen gelöscht werden. Professionelle Email-Programme sorgen zuverlässig dafür, dass diese Mails gar nicht erst im Postfach landen und erhöhen somit die Sicherheit um ein Vielfaches. Sollte doch einmal eine verdächtige Mail im Postfach landen, gilt es, Ruhe zu bewahren. Keinesfalls sollten fragliche Links angeklickt oder Daten in ein Formular eingetragen werden.
Betrüger versuchen in den meisten Fällen, sensible Daten, etwa Bankdaten oder Zugangsdaten, zu erfragen. Schadprogramme per Email zu versenden, ist ebenfalls ein gängiges Vorgehen. Durch das Anklicken eines Links in einer Mail wird dann ein Virus auf das technische Endgerät installiert, wodurch vertrauliche Daten für die Betrüger zugänglich werden.

Achtung: Aktuelle Betrugsmaschen per Mail
Betrugsmaschen ändern sich ständig. Zu den derzeit häufigsten Vorfällen in Verbindung mit Online-Betrügern gehören diese zwei Beispiele:
Dem BACS (=Bundesamt für Cybersicherheit) wurden vermehrt Fälle gemeldet, wonach sich ein angeblicher Mitarbeiter des Bundesamtes telefonisch meldet und vorgibt, eine verdächtige Banktransaktion überprüfen zu wollen. Hier ist Vorsicht geboten: Das BACS überprüft niemals Banktransaktionen und meldet sich schon gar nicht unaufgefordert telefonisch, um solche sensiblen Daten abzufragen. Anrufe dieser Art sollten umgehend beendet werden.
Ausserdem fordern Betrüger unter dem Vorwand eines angeblichen Systemfehlers per Mail eine erneute Zahlung für die E-Vignette in der Schweiz. Die Webseite ist täuschend echt nachgeahmt, es handelt sich aber um einen Betrugsversuch. Die Empfänger erhalten eine Email, die angeblich vom Bundesamt für Zoll und Grenzsicherheit (BAZG) versendet wurde. In der Nachricht wird verständlich erklärt, dass beim Kauf der E-Vignette ein technisches Problem aufgetreten sei, wodurch der Vorgang nicht korrekt beendet werden konnte. Der Kauf solle daher erneut abgeschlossen werden, um ein Bussgeld zu vermeiden.








