Die Kulturförderungskommission des Kantons Luzern vergibt den Kulturförderpreis in der Höhe von 15’000 Franken an Flurina und Gianni Paravicini-Tönz für ihre langjährige Arbeit in der Luzerner Kunst- und Kulturszene. Das Ehepaar führt die Edizioni Galleria Periferia und den Verlag Edizioni.

Flurina und Gianni Paravicini-Tönz erhalten den Kulturförderpreis 2019 des Kantons Luzern. Bild: HO.

Der Kanton Luzern verleiht den Kulturförderpreis 2019 an Flurina und Gianni Paravicini-Tönz. Das Luzerner Ehepaar führt die Edizioni Galleria Periferia und den Verlag Edizioni. Flurina und Gianni Paravicini-Tönz bieten mit den Ausstellungen und ihrem Verlag vielen Kunstschaffenden eine zweifache Präsentationsmöglichkeit, um die Werke der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. In ihrer Tätigkeit steht das Ehepaar für Innovation, Erfahrung und Engagement.

Für Luzern und weit darüber hinaus von grosser Bedeutung

«Mit mehr als fünfzig Künstlerinnen und Künstlern arbeiteten Flurina und Gianni Paravicini-Tönz im Verlauf der letzten 27 Jahre zusammen und bezeugen mit den Ausstellungen und sorgsam gestalteten Kunstbüchern, dass diese Institution für Luzern, die Zentralschweiz und weit darüber hinaus von grosser Bedeutung ist», würdigt die Jury die Preisträgerin und den Preisträger.

Die Vergabe des Kulturpreises wurde anlässlich der Übergabefeier der selektiven Produktionsbeiträge in den Sparten «Musik», «Theater/Tanz», «Programme von Kulturveranstaltenden» und «Jahresprogramme von Verlagen» sowie den Werkbeiträgen der «Freien Kunst» und der «Angewandten Kunst» bekannt gegeben. Der Anlass fand im KKLB in Beromünster im Beisein von Regierungsrat Marcel Schwerzmann, Bildungs- und Kulturdirektor, statt. Der Preis wird an Personen oder Gruppen vergeben, die in besonderer Weise zum kulturellen Leben im Kanton Luzern beitragen.

Flurina Paravicini-Tönz ist zudem Herausgeberin diverser Kunstbücher

Flurina Paravicini-Tönz studierte an der Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern Schulmusik I und musikalische Früherziehung/Grundschule (Diplom 1983) und am Konservatorium Luzern Blockflöte (Lehrdiplom 1986), weitere Studien tätigte sie am Conservatorio Santa Cecilia, Rom (1986). Sie besuchte diverse Meisterkurse bei Prof. Hans Martin Linde und Prof. Gerhard Braun. Sie erwarb 2001 ein Nachdiplom für Kulturmanagement in Luzern. Flurina Paravicini-Tönz verfügt über langjährige Unterrichtstätigkeit mit Kindern und mit Seminaristinnen und doziert seit 1997 an der Hochschule Luzern.

2006 publizierte sie im Rahmen eines Forschungsprojekts in Zusammenarbeit mit dem Arnold Schönbergcenter Wien «Das magische Quadrat, eine Annäherung an den Visionär A. Schönberg». Sie ist zudem Verlegerin und Kunstvermittlerin für zeitgenössische Kunst sowie Herausgeberin diverser Kunstbücher. Sie ist Preisträgerin des Gastpreises von Stadt und Kanton Luzern (2001) sowie des Kunst- und Anerkennungspreises des Kantons Graubünden (2003) und der Stadt Luzern (2007).