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Luzern: Für 1450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird der Seetalplatz zum neuen Arbeitsort

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Die kantonale Verwaltung von Luzern soll 2026 in einen Neubau am Seetalplatz in Emmen ziehen. Damit entsteht für die Einwohnerinnen und Einwohner des Kantons eine zentrale Anlaufstelle.

Der Seetalplatz ist das Zentrum des Entwicklungsschwerpunkts Luzern Nord und zentraler Verkehrsknotenpunkt des Kantons Luzern.

Der Kanton plant am Emmer Seetalplatz ein zentrales Verwaltungsgebäude, in dem unterschiedliche Dienstleistungen für die Bevölkerung zusammengezogen werden. Im neuen Verwaltungsgebäude sollen 30 Organisationseinheiten der kantonalen Verwaltung und ein Teil der Departementssekretariate einziehen. Rund 1450 Mitarbeitende werden sich 950 Arbeitsplätze teilen. Im Gegenzug werden an attraktiven Lagen in der Stadt und Agglomeration Luzern Wohnraum oder Büroflächen im Umfang von rund 250 Vierzimmerwohnungen frei.

Kostenpunkt: 177,4 Millionen Franken

Mit der Zentralisierung der Verwaltung spart der Kanton respektive sparen die Steuerzahlenden jährlich wiederkehrend neun Millionen Franken an Mietzins- und Betriebskosten sowie Kosten durch Synergieeffekte. Der Luzerner Kantonsrat hat den Kredit von 177,4 Millionen Franken in der Juni-Session mit 104 Stimmen gegenüber einer Gegenstimme bei neun Enthaltungen bewilligt. Am 28. November befinden die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den Kredit. Die Abstimmungsbotschaft wird in den nächsten Tagen verschickt.

Die bisherigen Büroflächen an attraktiven Zentrumslagen werden für neue, private Nutzungen frei. Ihr Umfang entspricht rund 250 Vierzimmer-Wohnungen. Visualisierung: PD, Nightnurse Images GmbH

Dem neuen Verwaltungsgebäude ist eine jahrelange Planung vorausgegangen. Konkret: von der Idee bis zur Abstimmung rund ein Jahrzehnt. Die vier wichtigsten Vorteile haben sich im Laufe der Jahre nicht verändert und treffen noch heute zu:

  • Der Neubau am Seetalplatz ist von allen Teilen des Kantons her optimal erreichbar: per Bus, Bahn, mit dem Auto, dem Velo oder zu Fuss. Er steht der Bevölkerung als zentrale Anlaufstelle für zahlreiche Anliegen an die Verwaltung zur Verfügung. Kundinnen und Kunden finden dort unter anderem das Passbüro, einen Polizeiposten, das Handelsregisteramt, Amt für Migration, Grundbuchamt Luzern Ost und die Dienststelle Steuern. In den Regionen wie zum Beispiel in Sursee, in Willisau, im Seetal sind sogenannte Hubs geplant.
  • Aktuell muss der Kanton Luzern 80 Prozent der Büroflächen für die Verwaltung bei Dritten zumieten, teils in zentralen, teuren Liegenschaften. Durch den Wegfall dieser Zumietungen und durch Synergie-Effekte werden jährliche Einsparungen von rund neun Millionen Franken erzielt (Miet- und Betriebskosten). Diese Mittel können künftig für andere Zwecke verwendet werden.
  • Die bisherigen Büroflächen an attraktiven Zentrumslagen werden für neue, private Nutzungen frei. Ihr Umfang entspricht rund 250 Vierzimmer-Wohnungen (38’000 Quadratmetern). Davon profitieren die Bevölkerung und die Wirtschaft im städtischen Raum.
  • Das zentrale Verwaltungsgebäude schafft mit einem Open-Space-Bürokonzept die Voraussetzung dafür, dass die Einheiten der Verwaltung einfacher als bisher departements- und fachübergreifend zusammenarbeiten können. Die heutigen, Büros sind dafür räumlich weniger gut geeignet. Flexible, unbürokratische Arbeitsweisen fördern die Qualität der Verwaltungsleistungen.

Der Luzerner Regierungsrat hat am 11. August 2020 über das Siegerprojekt des zweistufigen Gesamtleistungswettbewerbs informiert. Losinger Marazzi AG aus Luzern hat den Wettbewerb für sich entschieden und wird das Verwaltungsgebäude bei einem Ja an der Urne realisieren.

Der Bezug des neuen kantonalen Verwaltungsgebäudes erfolgt gestaffelt ab dem Jahr 2026. Bis dahin dürfte sich der Seetalplatz in Luzern Nord weiter zu einem attraktiven Standort entwickeln mit Geschäften, Restaurants, kulturellen Angeboten und einer weiteren Auswahl von Freizeitbeschäftigungen.

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