Dieses Jahr haben im Kanton Luzern 4799 junge Männer und Frauen einen Lehrvertrag unterzeichnet und im August eine Lehre begonnen – rund 60 mehr als im Vorjahr. Dabei sind die Branchen KV, Elektroinstallation, Logistik, Gesundheit und Soziales sowie Informatik besonders gefragt.

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88 Prozent der Lernenden (4214 Personen) machen eine drei- oder vierjährige Ausbildung mit Abschluss des Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ). 177 Absolventinnen und Absolventen des Eidgenössischen Berufsattests (EBA) haben eine weiterführende EFZ-Ausbildung angetreten. Im Kanton Luzern wählen nach wie 70 Prozent der Schulabgängerinnen und -abgänger den Weg in die Berufsbildung. Diese Zahl ist über die Jahre gesehen stabil.

Was der Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung sagt

Eine zweijährige Lehre mit Eidgenössischen Berufsattest (EBA) machen 12 Prozent (585 Personen, 2018 waren es 601). Das Berufsattest eignet sich vor allem für praktisch begabte Schülerinnen und Schüler und wird zum Beispiel als Schreinerpraktiker/in, Assistent/in Gesundheit Soziales, Detailhandelsassistent/in oder Logistiker/in EBA abgeschlossen. «Besonders wichtig ist dieses Angebot für Lernende mit geringeren Schulleistungen, die aber zupacken können und so einen guten Einstieg ins Berufsleben finden. Viele von ihnen werden später eine EFZ-Lehre anhängen», sagt Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung.

Gastronomie hat mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen

Zu den führenden Berufsbereichen mit grossem Lehrstellenangebot und grosser Nachfrage zählen die Logistik, der Detailhandel und der Bereich Gesundheit und Soziales. Ebenso gilt dies für die Informatik-Branche, die gemessen an der Nachfrage jedoch noch zu wenige Lehrstellen bietet. Gewerbliche Berufe wie z.B. in der Autobranche oder in den Bereichen Gastronomie und Lebensmittel haben nach wie vor mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Die beliebtesten Berufe bei Frauen sind Kauffrau, Fachfrau Gesundheit und Detailhandelsfachfrau. Bei den Männern sind es, wie in den vergangenen Jahren, Kaufmann, Logistiker und Elektroinstallateur.

Christof Spöring, Leiter der Dienststelle Berufs- und Weiterbildung, freut sich über die stabilen Zahlen der Lehrverhältnisse. Er sagt: «Luzern ist ein KMU-Kanton. Über 40 Prozent der Luzerner Lehrbetriebe sind Kleinunternehmen und bilden jeweils nur einen Lernenden aus. Dies widerspiegelt sich in der hohen Quote der Lehrverträge. Zudem ist die Berufsbildung regional attraktiv organisiert: in den meisten Berufen bieten wir die drei Lernorte Lehre, Berufsfachschule und überbetriebliche Kurse in unserem Kanton an.»